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Blinden- und Sehbehindertenverein
für das Saarland e.V. (BSV-Saar)

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03.11.2002 - Literatur neu entdecken:

- Das Saarland schließt sich der Westdeutschen Blindenhörbücherei an -

Mit einem weinenden und einem lachenden "Ohr" sehen die Blinden und Sehbehinderten im Südwesten der Republik nach Münster. Die WBH hat am 29. Oktober ihre Satzung geändert und ihren Verbreitungsbereich auf das Saarland ausgedehnt. Der Blinden- und Sehbehindertenverein an der Saar hat sich in die Träger der Arbeit in Münster eingereiht.

Klein und schnuckelig war unsere Bücherei auf dem Eschberg in Saarbrücken. Vor gut 40 Jahren hatte die Arbeit in einem Wohnzimmer dort begonnen. Die Tonbandspulen fanden kaum Platz und erst als die Umstellung auf Kassetten kam, ging es etwas leichter. Man kannte den Mitarbeiter und der Weg war kurz. Winfried Teiter sorgte im wesentlichen dafür, daß man auch im Saarland viel Kurzweil beim "Lesen" der Bänder hatte.

Inzwischen aber hat der Zahn der Zeit und der Zoll des Mammons gewirkt. Über zweitausend Titel sind wir nie hinausgekommen. Die Kassetten waren oft schlecht und Geld um neue Bücher einzustellen gab es kaum. Als Winfried Teiter andeutete, wegen seines Alters doch an Rückzug zu denken, war es zwangsläufig so, daß wir aus personellen und finanziellen Gründen gesagt haben, wir suchen eine neue Möglichkeit.

Für den BSV-Saar war es eigentlich immer klar: Die Selbsthilfe muß die Arbeit der Hörbücherei mittragen und unterstützen. Es darf keinen weißen Fleck der Versorgung Betroffener mit Literatur geben. Und bei andern schmarotzen, nee! In Münster war man zunächst skeptisch, ob man das alles schaffen konnte. Doch sehr schnell hat man die Aufnahme des Saarländischen Verbandes umgesetzt.

Statt knapp zweitausend Bücher stehen jetzt über achtzehntausend Titel zur Auswahl. Statt alter Bänder steht bei der WBH die Digitalisierung ins Haus. In Saarbrücken sind wir sicher, eine viel deutlichere Qualität in der Versorgung Blinder und Sehbehinderter mit Literatur erreicht zu haben. Und deswegen darf sich das eine Ohr freuen, auch wenn ddas andere etwas traurig "zurückblickt".

Der Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland beddankt sich ganz herzlich für die geleistete Arbeit und spricht Winfried Teiter und seinen Helfern eine große Anerkennung aus. Winfried, 40 Jahre BHB im Saarland, das war gut, danke!

(Herbert Reck)

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