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Blinden- und Sehbehindertenverein
für das Saarland e.V. (BSV-Saar)

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18.10.2002 - Änderungen bei der Deutschen Bahn AG im Zuge der Tarifreform

Ein freundliches Hallo in die Runde,
nachstehend kopiere ich ein Rundschreiben des DBSV. Ich denke, das interessiert uns alle und ist auch für die meisten von uns wichtig. - Leider ist die Infokassette schon fertig. Aber wir kommen in der Dezemberausgabe darauf zurück.

Hinweis: Das Familienseminar für Eltern blinder und Sehbehinderter Kinder findet vom 25. - 27. Oktober in Wallerfangen statt. Rückfrage bei Mariette Backes: (0 68 41) 97 32 04

Gruß
Herbert Reck
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Änderungen bei der Deutschen Bahn AG im Zuge der Tarifreform
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Diskussion über das neue Preismodell der DB AG hat zu Irritationen und zahlreichen Anfragen Blinder und Sehbehinderter in unserer Geschäftsstelle und sicherlich auch bei Ihnen geführt. Auch wenn bis zum heutigen Tage noch nicht alle Fragen abschließend geklärt werden konnten, möchten wir Ihnen nachfolgend einige Antworten auf die wichtigsten Fragen geben:

Die kostenlose Beförderung einer Begleitperson ist im SGB IX gesetzlich geregelt und bleibt selbstverständlich auch in Zukunft bestehen. Auch die Platzreservierung in Fernzügen für blinde Reisende mit Begleitperson und/oder Führhund bleibt weiterhin kostenlos. Allerdings besteht hier nach wie vor das Problem, dass nach strenger Auslegung des entsprechenden Bahntarifs alleinreisende Blinde das Reservierungsentgelt entrichten müssen. Die DB AG hat die Unsinnigkeit dieser Regelung bereits vor Jahren erkannt, ist jedoch außer Stande, eine Neufassung des Tarifs herbeizuführen. Die Abholung vorbestellter Fahrkarten und Reservierungen am Bahnhofschalter ist nur noch bis 14.12.02 möglich.

Ab 15.12. kann sich der Kunde die Reiseunterlagen per Post zuschicken oder am Automaten im Bahnhof ausdrucken lassen. Die Automaten sind allerdings nur mit sehender Hilfe zu bedienen (Touch-Screen). Die Bezahlung am Automaten erfolgt über die Kreditkarte oder per Lastschrift, wobei hier eine vom Mobilitätsservice bei der Bestellung mitgeteilte Transaktionsnummer eingegeben werden muss. Bei der Kreditkartenzahlung ist die Eingabe einer geheimen PIN nicht erforderlich. Für die Zusendung der Tickets und Reservierungen per Post wird zunächst ein Kundenkonto bei der Mobilitäts-Hotline eingerichtet. Dabei werden Informationen wie z. B. die Berechtigung zur kostenlosen Platzreservierung berücksichtigt. Die Bezahlung erfolgt per Bankeinzug. Der Vorlauf beträgt einmalig 10, danach 3 Werktage. Für den Zustellservice wird bis zu einem Rechnungsbetrag von 250 € ein Entgelt von 2,50 € erhoben; ab 250 € ist die Postzustellung kostenlos.

Sämtliche Dienstleistungen wie die Suche nach Reiseverbindungen, Organisation von Umsteigehilfen, Vorbestellung von Fahrkarten einschl. Reservierung können Schwerbehinderte über die Mobilitäts-Hotline 01805/512 512 vornehmen. Die verhältnismäßig teure Auskunftsnummer 11 8 61 braucht also nicht in Anspruch genommen zu werden.

Die BahnCard kostet ab 15.12.02 60 € in der 2. und 150 € in der 1. Wagenklasse. Familienangehörige zahlen für ihre Karte nur 5 Euro bei voller Nutzungsberechtigung. Sämtliche Sonderpreise, z. B. für Schwerbehinderte, fallen weg. Auf die neue BahnCard wird ein Preisnachlass auf alle Fahrscheine einschl. Spartarife von 25 % gewährt. Bis zum 14.12.02 kann noch die BahnCard nach altem Tarif erworben werden. Der Rabatt beträgt dann für ein Jahr weiterhin 50 % auf den Normalpreis ohne Spartarife.

In Fernzügen der DB werden in Zügen mit Fahrradmitnahme Tandems wie bisher befördert. Anderslautende Informationen sind nach Auskunft des Unternehmens unzutreffend. Künftig braucht für das Tandem nur noch eine Fahrradkarte (bislang zwei) gelöst zu werden. Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem beiliegenden Schreiben des DB-Vorstandssprechers Herrn Koch.(nur Schwarzschrift)

Wir werden Sie über das weitere Geschehen zügig informieren.

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