Stockmännchen

Blinden- und Sehbehindertenverein
für das
Saarland e.V. (BSV-Saar)

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05_00_archiv - wh - 16.11.2017

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Archiv


Deutscher Hörfilmpreis 2017: Musikduo BOY mit exklusivem Auftritt
DBSV präsentiert Verbandsmagazin und Internet im inklusiven Design
Brille ab 6 dpt wird künftig bezahlt
Publikumswahl zum deutschen Hörfilmpreis
Woche des Sehens
Schließung des AURA Hotels Bad Meinberg
Platzhalter166
Platzhalter165
Mitteilung des DBSV zum Sehbehindertentag am 06.06.2016
Bundesteilhabegesetz - deutliche Kritik bei der Verbändeanhörung
Krach schlagen für ein gutes Bundesteilhabegesetz
Klangturm - Offenes Seminar im ZBS
iPhone-Schulung für Blinde und Sehbehinderte
Blutzuckermessgerät für Blinde und Sehbehinderte
GlucoTalk: Blutzuckermessgerät mit Sprachausgabe
Ehrenamtsbörse 2015
Woche des Sehens vom 08. bis 15.10.2015
Hörfilm-Info per Telefon
Umfrage zu Barrierefreiheit der Angbebote des ZDF
Umfrage zur Zukunft der Brailleschrift
Musical in Neunkirchen am 22.07. und 23.07.2015
Zentrale Anlaufstelle für Barrierefreiheit vor dem Aus
Nachruf Kurt Lips
Pressemitteilung des VdK, 10. Juni 2015
Pressemitteilung der Behindertenbeauftragten, 27. Mai 2015
Resolution des DBSV, 13. Mai 2015
Vögel unserer Heimat am 23. Mai 2015
Wochenendseminar 2. bis 4. Oktober 2015
Wochenendseminar 15. bis 27. Mai 2015
Neujahrsempfang am 7. Februar 2015
Der BSV Saar erhält ein Kraftfahrzeug
50 Jahre Tag des weißen Stocks
Film über Führhundeausbildung DBSV RS 102/2014
Pressemitteilung 11.09.2014 ...
Vorstand neu gewählt ...
Fragebogen
Injektion ...
Die Louis-Braille-Schule präsentiert
Präsidiumswahl
INCOBS-Infobrief
Dieter Petsch - Nachruf
Blindengeld in Sachsen-Anhalt wird nicht gekürzt
Aura-Hotel Saulgrub zertifiziert
Glaukom verdoppelt Unfallrisiko
Aktionsbündnis "Teilhabe und selbstbestimmtes Leben"
Der Vorstand des VdK Saarland zu Besuch beim BSVSaar
Aktion Mensch Filmfestival "überall dabei"
Elfter Deutscher Hörfilmpreis
Blinde Heilpraktikerin
Wegweiser durch die digitale Welt
Tatort: "Melinda"
Neujahrsempfang des BSV-Saar
 
Auf dem Weg zum Merkzeichen Tbl "Taubblind"
Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen
Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft schreibt...
Sehgeschädigte Kinder brauchen mehr Fachpädogen
Bundespräsident Gauck beim Festakt 100 Jahre DBSV
Neue Rundfunkbeiträge trotz RF
100 Jahre Blindenverband in Deutschland
Packungsbeilage
Zur Blindheitshilfe
Tag des Sonnenschutzes
KOALITIONSVERTRAG IM SAARLAND
LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 1
LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 2 SPD-Fraktion
LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 3 LINKSFRAKTION
FESTIVAL DER BEGEGNUNG - BERLINFAHRT
Blindenverein fordert Landeskompetenzzentrum
Umsetzung UN-Behindertenrechtskonvention
Tag der offenen Tür im ZBS

 


Aus [dbsv-direkt] Nr. 08-17

03.03.2017
Aus [dbsv-direkt] Nr. 08-17
 
Deutscher Hörfilmpreis 2017: Musikduo BOY mit exklusivem Auftritt - Feo Aladag und Alice Brauner neu in der Jury
 
Die Jury des 15. Deutschen Hörfilmpreises hat getagt. Welche Filme in diesem Jahr die begehrte Auszeichnung erhalten,
bleibt bis zum 21. März das bestgehütete Geheimnis des DBSV. Lesen Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung,
wer neu für die Jury gewonnen werden konnte und was die Preisverleihung im Berliner Kino International musikalisch verspricht:
 
Berlin, 2. März 2017.
Die Besucher des Deutschen Hörfilmpreises 2017 dürfen sich auf einen exklusiven Auftritt des Musikduos BOY freuen:
Bei der Preisverleihung am 21. März werden Valeska Steiner und Sonja Glass die musikalischen Highlights setzen.
 
Ihr Debütalbum "Mutual Friends" zog 2011 direkt in die Top 10 der deutschen Verkaufscharts ein, hielt sich fast 40 Wochen
in den Top 100 und verschaffte dem Duo eine Goldene Schallplatte. "Little Numbers" bleibt ein charmanter Ohrwurm,
der sich festgesetzt hat, unter anderem war er im europaweiten Werbespot "Nonstop You" der Lufthansa zu hören.
BOY spielten zwei bis auf den letzten Stehplatz ausverkaufte Touren durch Deutschland und die Schweiz,
inklusive Zusatzshows und Festivalauftritten. Es folgten Konzerte auf der ganzen Welt. 2015 erschien ihr
zweites Album "We Were Here", das in Deutschland Platz drei der Charts erreichte.
Der Albumtitel, wie auch der gleichnamige Song "We Were Here" ist eine Hymne an die
Unvergänglichkeit wertvoller Momente und zwischenmenschlicher Begegnungen.
 
Auch die Jury des Deutschen Hörfilmpreises bekommt prominente Verstärkung:
Erstmals dabei in der nun zehnköpfigen Jury sind die Produzentin, Regisseurin und
Schauspielerin Feo Aladag und die Produzentin Dr. Alice Brauner.
 
Feo Aladag war als Schauspielerin in zahlreichen Kinofilmen und TV-Ausstrahlungen zu sehen, u.a. in mehreren Tatort-Episoden. Ihr Regiedebüt produzierte sie mit ihrer Filmproduktion Independent Artists selbst und war damit direkt sehr erfolgreich: "Die Fremde" feierte im Jahr 2010 Premiere auf der Berlinale, gewann den Deutschen Filmpreis in Bronze und den Preis der deutschen Filmkritik in gleich sieben Kategorien, außerdem wurde der Spielfilm für den Academy Award als Bester fremdsprachiger Film vorgeschlagen. Insgesamt gewann "Die Fremde" 47 nationale und internationale Auszeichnungen und lief auf 143 internationalen und nationalen Filmfestivals in 50 Ländern. Feo Aladags zweiter Spielfilm "Zwischen Welten", den sie an Originalschauplätzen in Afghanistan gedreht hatte, feierte seine Premiere 2014 im Wettbewerb der 64. Berlinale und wurde 2015 mit dem Deutschen Hörfilmpreis ausgezeichnet. 2016 realisierte sie ihren ersten Fernsehfilm "Der Andere - eine Familiengeschichte" für das ZDF.
 
Dr. Alice Brauner arbeitete als Journalistin und Moderatorin, bevor sie als Film- und Fernsehproduzentin an der Seite ihres Vaters Artur Brauner und als Geschäftsführerin der CCC Cinema und Television GmbH tätig wurde. Ihren ersten Kinofilm realisierte sie 2005 mit "Der letzte Zug" als Associate Producer. Mit "So ein Schlamassel" folgte 2009 die erste TV-Produktion. Für "Wunderkinder" erhielt sie 2012 die ROMY als beste Produzentin des Jahres in der Kategorie deutschsprachiger Kinofilm. 2014 erschien ihr Kinofilm "Auf das Leben", der 2015 beim Deutschen Hörfilmpreis den begehrten Publikumspreis erhielt. Im April wird die Produktion "Marina, Mabuse und Morituri", eine Doku über den deutschen Nachkriegsfilm, auf dem renommierten goEast!-Festival Premiere feiern. In Vorbereitung sind die beiden Kinofilme "Crescendo" mit Ulrich Tukur und "Golem" unter der Regie von Dominik Graf. Die festliche Preisverleihung zum 15. Jubiläum findet am Dienstag, dem 21. März 2017, in Berlin im renommierten Kino International an der Karl-Marx-Allee statt. Eine detaillierte Übersicht aller nominierten Filme, Informationen zum Moderator und eine Auflistung der kompletten Jury sind auf der Internetseite www.deutscher-hoerfilmpreis.de zu finden. Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Bayer.
 

Aus [dbsv-direkt] Nr. 07-17

03.03.2017
Aus [dbsv-direkt] Nr. 07-17
DBSV präsentiert Verbandsmagazin und Internet im inklusiven Design
 
der DBSV präsentiert heute sein neues Verbandsmagazin und seinen neuen Internetauftritt - zwei Beispiele für sehbehindertengerechtes Kommunikationsdesign und zugleich ein erster Vorgeschmack auf die Plattform www.leserlich.info, die im April startet. Lesen Sie mehr dazu in der folgenden Pressemitteilung:
 
Berlin, 1. März 2017.
Sehbehindertengerecht und doch für Sehende attraktiv - passt das zusammen?
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) hat Designer, Experten für Barrierefreiheit und
Vertreter verschiedener Augenerkrankungen im Projekt "Inklusives Design" zusammengebracht.
Das Ziel: praxistaugliche Empfehlungen für die Gestaltung von Printprodukten und Webseiten zu erarbeiten.
Im April 2017 werden die Ergebnisse auf der neuen Online-Plattform www.leserlich.info veröffentlicht.
Heute präsentiert der Verband vorab zwei erste Beispiele für Inklusives Kommunikationsdesign,
die im Rahmen des Projektes entstanden sind: den Internetauftritt www.dbsv.org
und das Printmagazin "Sichtweisen" (Ansichts-PDF unter www.leserlich.info).
 

Aus [dbsv-direkt] Nr. 05-17

25.02.2017
Aus [dbsv-direkt] Nr. 05-17
Ein schöner Erfolg für die Lobbyarbeit des DBSV - bei mehr als 6 Dioptrien (dpt) wird die Brille zukünftig von der Kasse gezahlt! Lesen Sie dazu die folgende DBSV-Pressemitteilung:
 
Berlin, 16. Februar 2017.
 
Der Bundestag hat einer Forderung des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) entsprochen und eine gravierende Lücke bei der Sehhilfenversorgung gesetzlich Krankenversicherter geschlossen. Bei Kurz- und Weitsichtigkeit werden zukünftig Sehhilfen mit mehr als 6 Dioptrien von der Kasse gezahlt, bei Hornhautverkrümmung reichen mehr als 4 Dioptrien. Diese Regelung wurde mit dem heute vom Bundestag verabschiedeten Gesetz zur Stärkung der Heil-und Hilfsmittelversorgung (HHVG) beschlossen. Hintergrund: Seit dem Jahr 2003 gilt in Deutschland eine Regelung, nach der Versicherte ab dem 18. Lebensjahr nur dann Anspruch auf Sehhilfen haben, wenn die Sehschärfe mit Brille oder Kontaktlinsen maximal 30 Prozent beträgt. Für diejenigen, die ohne Sehhilfe nahezu blind sind, mit bestmöglicher Korrektur aber eine Sehschärfe von mehr als 30 Prozent erreichen, heißt das mit anderen Worten: Die Kasse zahlt nicht.
 
"Es kann nicht sein, dass Menschen mit schweren Sehfehlern ohne geeignete Sehhilfe bleiben. Die Korrektur der derzeitigen Regelung war überfällig", sagt DBSV-Präsidentin Renate Reymann.
 
Gegen den bisherigen Missstand hatte der DBSV in Gesprächen mit der Politik, in Eingaben und mit einer Stellungnahme ( tinyurl.com/dbsv-hhvg) protestiert und im Rahmen des Gesetzgebungsverfahrens Änderungen angemahnt - mit Erfolg.
 

Aus [dbsv-direkt] Nr. 04-17

25.02.2017
Aus [dbsv-direkt] Nr. 04-17
Berlin, 15. Februar 2017. Die Publikumswahl 2017 ist eröffnet - bereits zum achten Mal sind blinde, sehbehinderte und natürlich auch sehende Filmfans aufgerufen, ihren persönlichen Favoriten aus zwölf Hörfilmversionen auszuwählen.
 
Nominiert sind so unterschiedliche Filme wie die deutsch-amerikanische Produktion "Ein Hologramm für den König" von Regisseur Tom Tykwer, der letztjährige Wettbewerbsbeitrag der Berlinale "24 Wochen", die TV-Reihe "Ku'damm 56", das Fernseh-Drama "Das weiße Kaninchen" oder die Folge "Geld - Der schlaue Tausch" der Kinderinformationsserie "Löwenzahn". Nun müssen die Hörfilmfans entscheiden, welcher Film über die besten Bildbeschreibungen für blinde und sehbehinderte Menschen verfügt. Der Gewinner des Publikumspreises wird am Dienstag, dem 21. März 2017, im Rahmen einer festlichen Gala im Berliner Kino International verkündet und gemeinsam mit den anderen Preisträgern geehrt.
Und so funktioniert die Abstimmung: Auf der Homepage www.deutscher-hoerfilmpreis.de werden die zwölf nominierten Beiträge jeweils mit einem kurzen Hörausschnitt vorgestellt. Das Votum kann bis zum 15. März 2017 abgegeben werden - online, per E-Mail oder Postkarte, jeweils mit dem Kennwort "Publikumspreis". Unter den Einsendern wird eine Einladung zum 15. Deutschen Hörfilmpreis für zwei Personen verlost (inklusive Anreise mit der Deutschen Bahn, 2. Klasse, und einer Übernachtung).
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Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekor beschreibt. Diese Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.
 
Der Deutsche Hörfilmpreis wird seit 2002 vom DBSV verliehen und von der Aktion Mensch unterstützt. Hauptsponsoren sind Pfizer Deutschland und Bayer. Weitere Informationen unter der neuen Webseite: www.deutscher-hoerfilmpreis.de
 

Woche des Sehens

14.02.2017
Ankündigung DBSV - Carolina Barrera
 
Die Woche des Sehens ist eine bundesweite Kampagne, die 2002 von Selbsthilfeorganisationen, Augenärzten und Hilfswerken ins Leben gerufen wurde. Seitdem wird jedes Jahr vom 8. bis 15. Oktober durch bundesweite Aktionen auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt aufmerksam gemacht.
 
Das Thema für die Woche des Sehens 2017 lautet:
  Das Ziel im Blick.
- Das Thema 2017 wird durch die Selbsthilfeorganisationen wie folgt erweitert:
  Das Ziel im Blick - Wegweiser für Menschen mit Sehverlust
- Die Augenärzte ergänzen das Thema dieses Jahres mit:
  Das Ziel im Blick - Durchblick für Jung und Alt
- Die Hilfswerke haben folgende Themenerweiterung gewählt:
  Das Ziel im Blick - vermeidbare Blindheit weltweit überwinden
 
Beschreibung des Motivs 2017:
Das Motiv der Woche des Sehens 2017 zeigt im linken vorderen Bereich eine Hand, die einen geöffneten Kompass hält. Der Deckel des Kompasses und sein Gehäuse sind goldfarben. Die Nadel sowie die Gradziffern sind hingegen in schwarz gehalten. Hinterlegt ist der Kompass mit einer rotfarbenen Lilie auf weißem Grund. Der rechte Vordergrund des Motivs wird durch das Thema der diesjährigen Woche des Sehens "Das Ziel im Blick" eingenommen. Dieses steht in blauer Schrift in zwei Zeilen in der unteren rechten Bildhälfte. Im unscharfen Hintergrund verläuft vom Betrachter weg ein Feldweg vom rechten unteren Bildrand hin zur oberen Bildmitte in einer leichten Kurve und wird in der Entfernung kleiner. Er verläuft durch eine grüngelbe Wiesenfläche, die den Rest des unscharfen Hintergrunds einnimmt. Die Nordhimmelsrichtung ist nach rechts gezeigt, auch wenn der Weg nach oben führt.
 
www.woche-des-sehens.de
 

AURA Bad Meinberg

07.02.2017
Schließung des AURA Hotels Bad Meinberg
Lesen Sie dazu Abschied vom AURA
als PDF-Dokument
als Word-Dokument
im Internet

 

Mitteilung des DBSV zum Sehbehindertentag am 06.06.2016

[dbsv-direkt] Nr. 27-16 Sehbehindertentag am 6. Juni - Kontraste können Leben retten
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
wo ist der Eingang, wo die Stufe, wo der Lichtschalter? Sehbehinderten Menschen braucht man nicht zu erklären, warum Kontraste im öffentlichen Raum Sinn machen. Bei sehenden Menschen und insbesondere bei Architekten und Designern gibt es aber noch jede Menge Aufklärungsarbeit zu leisten. Lesen Sie dazu die heutige Pressemitteilung des DBSV:
 
Kontraste können Leben retten
 
Sehbehindertentag am 6. Juni - Bundesweite Aktion für mehr Sicherheit auf Treppen - Fachbroschüre und Kontrastbestimmungstafel starten
 
Berlin, 30. Mai 2016. Täglich kommt es in Deutschland zu unzähligen Stürzen auf Treppen und laut Statistischem Bundesamt enden davon jedes Jahr mehr als 1.000 tödlich. Häufig passieren Unfälle aus dem einfachen Grund, dass Treppenstufen nicht erkannt werden. Wenn die Stufenkanten sich nicht kontrastreich vom Rest der Stufe abheben, verschwimmt die Treppe zu einer Fläche und wird zur Gefahr.
 
Treppenstufen sind ein gutes Beispiel dafür, dass mehr Kontraste zu mehr Sicherheit beitragen - und das nicht nur für Menschen mit Seheinschränkung, denn wenn man es eilig hat oder die Beleuchtung schummrig ist, hat jeder schon einmal eine Treppenstufe übersehen. Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband greift deshalb zum diesjährigen Sehbehindertentag das Thema Kontraste auf - mit einer Stufenmarkierungsaktion und mit einer Fachkampagne, die sich an Architekten und Designer richtet.
 
In den vergangenen Jahren sind zahlreiche Gesetze und Normen veröffentlicht worden, die Barrierefreiheit im öffentlichen Raum und damit verbunden Kontraste fordern. Ziel ist es, auch sehbehinderten Menschen die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Das Problem: Bei den Planern ist dieser Aspekt der Barrierefreiheit noch nicht angekommen. Kaum einer hat verinnerlicht, dass Farbunterschied und Kontrast zwei verschiedene Sachen sind.
 
Mit der neuen Fachbroschüre "Kontrastreiche Gestaltung öffentlich zugänglicher Gebäude" möchte der DBSV diese Wissenslücke schließen. Die Publikation richtet sich an Architekten, Innenarchitekten, Farbdesigner und Bauingenieure und vermittelt, wie Kontraste geplant, bestimmt und umgesetzt werden können. Die Produktion der Broschüre wurde vom Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie unterstützt.
 
Der DBSV möchte aber auch einen ganz praktischen Beitrag leisten, um Planern den Umgang mit Kontrasten zu erleichtern. Der Verband bringt deshalb eine neue Kontrastbestimmungstafel heraus. Die Tafel im DIN-A4-Format dient dazu, den ungefähren Kontrast zwischen zwei Farben zu ermitteln. Ergänzend wird unter der Internetadresse http://kontrastbestimmung.dbsv.org ein Kontrastwertrechner angeboten. Die Produktion der Kontrastbestimmungstafel wurde von Novartis Pharma unterstützt.
 
Am Sehbehindertentag 2016 soll aber nicht nur informiert, sondern auch ganz konkret etwas für mehr Kontraste im öffentlichen Raum unternommen werden. Deshalb findet an 31 Orten in ganz Deutschland die Aktion "Stufenmarkierungen machen Treppen sicherer!" statt. Dabei werden kontrastreiche Markierungen auf der vorderen Kante von Treppenstufen angebracht, um diese besser erkennbar zu machen.
 
Hintergrundinfos und eine Liste der Stufenmarkierungsaktionen finden Sie unter www.sehbehindertentag.de

 
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Bundesteilhabegesetz - deutliche Kritik bei der Verbändeanhörung

Betreff: [dbsv-direkt] Nr. 26-16 Bundesteilhabegesetz - deutliche Kritik bei der Verbändeanhörung
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
das Gesetzgebungsverfahren zum Bundesteilhabegesetz biegt auf die Zielgerade - und trifft dort auf heftigen Gegenwind. Lesen Sie dazu die heutige Pressemitteilung des DBSV:
 
Bundesteilhabegesetz - deutliche Kritik bei der Verbändeanhörung
 
Berlin, 25. Mai 2016. Am Dienstag standen im Bundessozialministerium die Zeichen auf Sturm. Bei der Anhörung zum Bundesteilhabegesetz machten sich Vertreter von Selbsthilfeorganisationen, Sozialpartnern, der Wohlfahrtspflege und weiterer Leistungserbringer Luft.
 
Im Zentrum der Kritik standen dabei die geplanten Regelungen zur Eingliederungshilfe. Vom Ausschluss bisher berechtigter Personengruppen über massive Leistungseinschränkungen, unter Anderem in dem so wichtigen Bildungsbereich, bis hin zu missglückten Einkommens- und Vermögensverbesserungen, die bei den Menschen nicht ankommen werden - das "Nein" der Verbände war unisono und ließ an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig.
 
Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) wurde bei der Anhörung durch seinen Geschäftsführer, Andreas Bethke, vertreten. Für ihn ist die Kritik am Gesetzentwurf keine Überraschung: "Ein Gesetz, das mit dem Anspruch angetreten ist, die Eingliederungshilfe zu einem modernen Teilhaberecht zu entwickeln, darf nicht zu einem Spargesetz werden, wie es jetzt geplant ist."
 
Das Bundesteilhabegesetz umfasst auf 369 Seiten eine Vielzahl von geplanten Neuregelungen. Kein Wunder also, dass die Anhörung sechs Stunden dauerte und eine Fülle von Themen berührte. "Mir war es wichtig, in diesem Zusammenhang noch einmal nachdrücklich ein eigenes Merkzeichen 'Tbl' für Taubblindheit zu fordern", berichtet Andreas Bethke. Nur einer von vielen Punkten, die der DBSV-Geschäftsführer auf der Agenda hatte. Für ihn steht fest: "Mit kleinen kosmetischen Retuschen ist es nicht getan - die Bundesregierung hat nun hoffentlich verstanden, dass große Teile des Gesetzes noch einmal grundlegend überarbeitet werden müssen."
 
Wie breit die Front der Ablehnung ist, war bereits am 11. Mai deutlich geworden, als die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, der Deutsche Behindertenrat, die Fachverbände für Menschen mit Behinderung, der Deutsche Paritätische Wohlfahrtsverband, das Deutsche Rote Kreuz und der Deutsche Gewerkschaftsbund ihre gemeinsame Kritik in sechs Kernforderungen zusammengefasst und veröffentlicht hatten. Die Unterstützerliste dieser Messlatte für ein gutes Teilhabegesetz umfasst bereits 80 Verbände und Organisationen. Weitere sind willkommen.
 
Den Referentenentwurf, die Stellungnahme des DBSV, die sechs gemeinsamen Kernforderungen und viele weitere Informationen zum Bundesteilhabegesetz finden Sie unter
www.teilhabegesetz.dbsv.org

 
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Krach schlagen für ein gutes Bundesteilhabegesetz

Betreff: [dbsv-direkt] Nr. 17-16 Krach schlagen für ein gutes Bundesteilhabegesetz
 
Liebe Leserinnen und Leser,
 
"Bis zur vollen Teilhabe gehen wir euch auf den Wecker!": Dieses Motto darf wörtlich genommen werden, wenn morgen, Donnerstag, den 21. April, Menschen mit Behinderung auf die Straße gehen. Um fünf vor zwölf lassen sie auf öffentlichen Plätzen in Berlin, Hamburg, Kassel, Köln, Mainz, M?nchen und Stuttgart ihre Wecker schrillen. Sie schlagen Krach mit Topfdeckeln, Rasseln und allem, was Lärm macht, um die Bundesregierung aufzuschrecken und ein houml;rbares Zeichen für ein gutes Bundesteilhabegesetz zu setzen.
 
Bisher kursiert nur ein Arbeitsentwurf für das Gesetz, der bei den Behindertenverbänden auf massive Kritik gestoßen ist ("dbsv-direkt" berichtete mehrfach). Die Veröffentlichung des Referentenentwurfs ist seit fast einem halben Jahr überfällig. "Wir fordern, was unser Recht ist: ein Gesetz, das der UN-Behindertenrechtskonvention entspricht und den verschiedenen Behinderungsarten gerecht wird", stellt DBSV-Geschäftsführer Andreas Bethke klar. "Wenn uns unsere politische Arbeit nicht weiterbringt, müssen wir lauter werden und unseren Protest in die Öffentlichkeit tragen."
 
Mehr Infos zur bundesweiten Weckeraktion unter ...mehr Infos

 
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Klangturm - Offenes Seminar im ZBS

Seminarankündigung
Zeitraum: 05.03.2016 bis 06.03.2016
Seminarleiter: Wolfgang Werner Weyrich
Thema: Klangturm
Ort: ZBS, Küstrinerstr. 6, Saarbrücken
Anmeldung, Gebühr... PDF-Datei
Word-Dokument

 
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iPhone-Schulung für Blinde und Sehbehinderte

Schulungsankündigung
Termine: 13.02.2016 und 12.03.2016
Schulungsleiter: Heinz-Peter Engels
Titel: iPhone Schulung für Blinde und Sehbehinderte
Ort: ZBS, Küstrinerstr. 6, Saarbrücken
Weitere Termine: werden bekanntgegeben

 
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Blutzuckermessgerät für Blinde und Sehbehinderte

Von Frau Diana Drossel erhielten wir die folgene Nachricht
 
Sehr geehrte Damen und Herren,
es freut mich sehr, dass ich Ihnen heute das Blutzuckermessgerät
Monometer Advanced Plus TD4268
vorstellen kann.
 
Das Messgerät entspricht der neuen Iso-Norm DinEn 15197-2013,
die ab Mai 2016 endgültig in Kraft tritt.
Besonders zwei Punkte dieser Iso-Norm sind für
sehbehinderte / blinde Diabetiker wichtig:
 
- Die Volumenkontrolle
dies bedeutet, dass es nur ein Ergebnis gibt,
wenn tatsächlich genug Blut vorhanden war.
 
- gute Lesbarkeit
die Ziffern auf dem Gerät sind ca. 2 cm groß
und haben eine Hintergrundbeleuchtung
 
Das Monometer Advanced Plus ist ein Blutzuckermessgerät,
das neben der optischen auch eine
akustische Ausgabe des Testergebnisses hat.
Dies geschieht durch zuschaltbare Piepstöne,
sodass visuell eingeschränkte Menschen ihren Blutzuckerwert
eigenständig erkennen können.
Der Messwert wird durch eine akustische Signalfolge,
wie man es von der Turmuhr kennt, kommuniziert:
Zuerst wird die Hunderterstelle mit 1-mal Piepen pro 100
(z. B. 3-mal für 300) angezeigt;
nach einer kleinen Pause folgt die Zehnerstelle
und danach die Einerstelle
Standardmäßig sind Datum und Uhrzeit,
sowie der Akustikmodus voreingestellt.
Sollte dies nicht der Fall sein, folgt hier eine kurze Beschreibung,
wie Sie den Akustikmodus selbständig einschalten können.
Die Einstellung erfolgt mit der SET-Taste, die sich im Batteriefach befindet.
Das Batteriefach befindet sich in der Mitte der Rückseite des Gerätes.
Zum Öffnen drückt man die Lasche zusammen und kann den Deckel abheben.
 
SET-Taste
Diese Taste befindet sich im Batteriefach neben den beiden Batterien. Sie wird zum
Aufrufen des Einstellmodus, zum Bestätigen und durchwandern der Einstellungen benutzt.
 
M-Taste
Die M-Taste befindet sich als einzige Taste auf der Geräteoberseite.
Mit ihr werden die Werte im Set-Menü geändert.
Einstellung der akustischen Signale
Das Gerät verfügt über drei Einstellmöglichkeiten
der akustischen Signale (Pieptöne):
0 bedeutet: Akustische Signale aus.
1 bedeutet: Normale akustische Signale bei wesentlichen Schritten oder Ereignissen.
2 bedeutet: Akustikmodus mit Angabe der Blutzucker-Ergebnisse zusätzlich in Form von Pieptönen.
Drücken Sie die M-Taste, um zwischen den drei Möglichkeiten zu wechseln.
Zur Bestätigung Ihrer Auswahl drücken Sie die SET-Taste.
Die Position 0 erkennt man, da nur hier keine akustische Bestätigung kommt.
Dies bedeutet, dass man ab dieser Stelle noch zweimal auf die M-Taste drücken muss,
um den Akustikmodus mit den Ergebnissen einzustellen.
Die Auswahl wird dann mit der SET-taste bestätigt.
Nun wandert man mit der SET-taste durch die anderen Einstellmöglichkeiten
ohne die M-Taste zu benutzen.
Sobald man einen Doppelton hört, ist man aus dem Einstellmenü
und das Gerät schaltet sich aus.
Die restlichen Einstellungen sind zwar akustisch verfolgbar,
man erkennt aber die Start-Position nicht.
 
Die Firma Cardimac bietet sehbehinderten / blinden Diabetikern kostenlos
ein Testgerät an.
Wenden Sie sich dazu bitte an:
 
Jana Krause
Telefon: 038821-62029
E-mail: Krause@imaco.info
Bei weiteren Fragen können Sie mich gerne kontaktieren:
E-Mail: diana.drossel@blindentips.info

 
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GlucoTalk: Blutzuckermessgerät mit Sprachausgabe

Die Landeshilfsmittelzentrale Dresden (LHZ) bietet für Blinde und
Sehbehinderte das Blutzuckermessgerät GlucoTalk mit Sprachausgabe an. Bezug: LHZ GlucoTalk

 
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Ehrenamtsbörse 2015

Der Regionalverband Saarbrücken bittet uns, das Plakat
für die 2. Eherenamtsbörse zu veröffentlichen. PDF-Datei
 
Weitere Informationen:
 
Ehrenamtbörse des Regionalverbandes Saarbrücken
Stengelstraße 10-12, 66117 Saarbrücken
Telefon: 0681/5065347, Fax: 0681/5065395
Mo.: 13 -16 Uhr; Di., Mi., Do. 8-12 Uhr
Internet: www.pro-ehrenamt.de

 
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Woche des Sehens vom 08. bis 15.10.2015

Vom 8.-15. Oktober 2015 nutzen viele Mitbürgerinnen und Mitbürger die Möglichkeit mit verschiedenen Veranstaltungen auf die Bedeutung guten Sehvermögens, die Ursachen vermeidbarer Blindheit sowie auf die Situation blinder und sehbehinderter Menschen in Deutschland und in den ärmsten Ländern der Welt hinzuweisen. /www.woche-des-sehens.de

 
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Hörfilm-Info per Telefon

Nach der Einführung der neuen Hörfilm-Plattform im Internet und der Überarbeitung der Hörfilm-Beilage in der "Gegenwart" startet hörfilm.info mit dem TV-Hörfilmprogramm am Telefon ein neues Angebot. Ab heute können Sie sich jederzeit unter der Nummer 030 255 58 08 00 die aktuellen Hörfilm-Sendetermine im TV an Ihrem Telefon anhören.
 
Die Steuerung wurde so einfach wie möglich gehalten:
  • Mit den Tasten 2 und 3 können Sie zwischen den Sendungen eines Tages wechseln
  • mit den Tasten 6 und 5 gehen Sie einen Tag vor oder zurück.
Bei Fragen wenden Sie bitte an die beiden Hörfilmmitarbeiter des DBSV:
  • Jan Meuel (Redaktion) Telefon: 030 28 53 87-263
  • Andy Chyla (Technik) Telefon: 030 28 5387-264

 
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Umfrage zu Barrierefreiheit der Angbebote des ZDF

Eine Studentin der Euro-FH Hamburg und Mitarbeiterin des ZDF führt unter blinden und sehbehinderten Menschen eine Umfrage zur Barrierefreiheit der Angebote des ZDF durch und ist dankbar für unsere Hilfe. Unabhängig davon, welche Angebote des ZDF Sie nutzen: App, Fernsehprogramm auf klassischem Wege, Mediathek im Internet... die Umfrage profitiert von all diesen Erfahrungen.
Hier der Link zum Fragebogen, der natürlich barrierefrei gestaltet wurde.

 
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Umfrage zur Zukunft der Brailleschrift

Herr Prof. Dr. Markus Lang von der Pädagogischen Hochschule Heidelberg schreibt:
Am 1. September 2015 wird unsere Onlinebefragung über die Nutzung von Brailleschrift eröffnet. Mit diesem Link gelangen Sie zur Version in deutscher Sprache. Einen umfangreicheren Flyer und weitere Angaben finden Sie auf diesen Internetseiten:
www.ph-heidelberg.de/blinden-und-sehbehindertenpaedagogik/forschung
www.hfh.ch/de/forschung/projekte/zukunft_der_brailleschrift_zubra/
 
Onlinebefragung für hochgradig sehbehinderte und blinde Personen mit Fragen zu Braille, Computer und anderen Hilfsmitteln
Um was geht es?
Wir sind ein Team der Interkantonalen Hochschule für Heilpädagogik Zürich und der Pädagogischen Hochschule Heidelberg. Wir führen die Onlinebefragung durch im Rahmen des Forschungsprojekts ZuBra -Zukunft der Brailleschrift (Kurztitel). Wir interessieren uns für die Meinung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen, die hochgradig sehbehindert oder blind sind. Mit »hochgradig sehbehindert« meinen wir eine Sehbehinderung, welche so stark ist, dass die Nutzung der Brailleschrift ein Thema ist. Ob sie genutzt wird oder nicht, spielt für die Teilnahme an dieser Befragung aber keine Rolle. Mit der Onlinebefragung möchten wir erfahren, wie Brailleschrift, Schwarzschrift, Sprachausgabe oder Audioaufnahmegeräte genutzt werden, wie hilfreich entsprechende Unterstützungs- und Beratungsangebote in der Schule und im Erwachsenenalter sind und wie diese gegebenenfalls optimiert werden können.
 
Die Onlinebefragung beginnt am 1. September und sie dauert bis zum 31. Oktober 2015. Zum Fragebogen
Wir achten darauf, dass die Teilnahme möglichst barrierefrei ist.
Bei Problemen beim Ausfüllen können verschiedene Hilfen in Anspruch genommen werden.

Wir freuen uns auf Ihr und auf dein Mitmachen!
Ursula Hofer ursula.hofer@hfh.ch Tel.: 0041 (0)44 317 11 26
Markus Lang lang@ph-heidelberg.de Tel.: 0049 (0)6221 477 423
Martina Schweizer martina.schweizer@hfh.ch Tel.: 0041 (0)44 317 12 27

 
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Musical in Neunkirchen am 22.07. und 23.07.2015

Louis Braille und die 6 Richtigen
 
 
Louis Braille erobert die Musicalstadt Neunkirchen
 
Sehbehinderte und blinde Schüler singen und spielen die Geschichte des Erfinders der Blindenschrift.
 
Louis Braille verbringt seine Kindheit Anfang des 19. Jahrhunderts in der Nähe von Paris. Seit einem Unfall in der Sattlerwerkstatt des Vaters, ist er blind. Als Schüler am Pariser Blindeninstitut, hat er den großen Traum, endlich lesen zu können. Aber gibt es überhaupt Bücher für Blinde? Eine Schrift, die Blinde lesen können? Noch nicht ...
 
Louis Braille ist Namenspatron der Blindenschule Lebach.
Im vergangenen Schuljahr 2013/2014 brachten die Kinder und Jugendlichen das eigens für sie komponierte Musical, aus der Feder von Autorin und Projektleiterin Isabell Spindler und den Komponisten Carina Peitz und Matthias Nikola, auf die Bühne.
Die Verbindung zur eigenen Lebenswelt ist dabei so unsagbar groß, dass der Zuschauer und –hörer in den Bann gezogen wird. Einige der 42 sehbehinderten und blinden Schülerinnen und Schüler zwischen 8 und 18 Jahren identifizieren sich sehr stark mit ihren Rollen und wirken dadurch absolut authentisch.  
Ein überwältigendes Bühnenbild, von Diplomarchitekt Johannes Becker, verzaubert Protagonisten und Publikum gleichermaßen in das Paris des frühen 19. Jahrhunderts.
 
Berührende Balladen, rockige Gute-Laune-Hits, und groovende Raps werden von der Band „The Soulfamily” begleitet. Zusammen mit einem Rhythmusstück à la Stomp, angeleitet von „Allround- Drummer” und Band- Leader Elmar Federkeil, ist ein farbenfroh klangvolles Musicalerleben garantiert.
 
Unterstützt wurde dieses gleichermaßen außergewöhnliche wie erfolgreiche Projekt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen dessen Förderprogramms: „KULTUR MACHT STARK”. In drei bewegenden Aufführungen im letzten Jahr in Saarbrücken und Lebach berührten die jungen Protagonisten die Herzen des Publikums.
 
Und dabei soll es nicht bleiben!
 
Unter der Schirmherrschaft der Ministerin für Soziales, Monika Bachmann und in Kooperation mit der Stadt Neunkirchen wird es drei weitere Aufführungen geben &ndas; in der saarländischen Stadt des Musicals
 
Am Mittwoch, den 22. Juli 2015, um 10:30 Uhr,
 
am Donnerstag, den 23. Juli 2015 um 10:30 Uhr und um 16:00 Uhr in der neuen Gebläsehalle in Neunkirchen
 
Eintritt 3,00 €
 
Hier gibt′s die Tickets
 
Die Arbeitsstelle Medien für blinde und sehbehinderte Menschen im Bischöflichen Generalvikariat Trier hat in Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk die Produktion und Vervielfältigung der CD, des einzigartigen Musicals übernommen und möchte somit weitere Projekte unterstützen. Pro verkaufter CD gehen 5,- &euro an den Förderverein blinder und sehbehinderter Kinder e. V. der Louis- Braille- Schule in Lebach.
 
Die CD zum Musical professionell aufgenommen im großen Sendesaal des saarländischen Rundfunks, kann bei uns der Arbeitstelle Medien für Blinde und Sehbehinderte für 12,- € bestellt werden.
 
Telefon: 0651/7105-430
E-Mail: tonpost@bistum-trier.de
 
Eine DVD aufgenommen in der Stadthalle in Lebach, kann direkt bei der Louis- Braille- Schule Lebach für 12,- € bestellt werden. Auch diese Gelder kommen neuen Projekten zugute.
 
Tel.: 06881 928321
E-Mail: sekretariat@blindenschule-lebach.de
 
Vielen Dank für ihre Unterstützung auch im Namen der Louis- Braille- Schule und des Förderverein!
 
Martin Ludwig und das Team der Arbeitsstelle

 
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Pressemitteilung des DBSV vom 21.06.2015

Zentrale Anlaufstelle für Barrierefreiheit vor dem Aus

Berlin, 19. Juni 2015 Das Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit (BKB), ein Zusammenschluss von 15 bundesweit tätigen Sozial- und Behindertenverbänden, hat am Donnerstag die Auflösung seiner Geschäftsstelle per 31. März 2016 beschlossen. Zu diesem Datum läuft die bisherige Projektförderung aus.

Noch in der vergangenen Woche hatte das BKB bei einem parlamentarischen Frühstück Abgeordnete des Deutschen Bundestages über die Notwendigkeit einer dauerhaft finanzierten unabhängigen Fachstelle für Barrierefreiheit informiert. „Leider waren die Signale wenig ermutigend, so dass der Mitgliederversammlung aus finanziellen Gründen gar nichts anderes übrig blieb, als die Auflösung zu beschließen”, erläutert Andreas Bethke, Geschäftsführer des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes und BKB-Vorstandsvorsitzender.

Das BKB war auf Initiative des Bundessozialministeriums Ende 2008 als Kompetenzzentrum der Behindertenverbände gegründet worden. Ziel war die Umsetzung des Behindertengleichstellungsgesetzes (BGG), insbesondere die Herstellung von Barrierefreiheit. Zu den Mitgliedern gehören die Sozialverbände SoVD und VdK sowie 13 Behindertenverbände, darunter die Bundesvereinigung Lebenshilfe und die Deutsche Rheumaliga.

In der kurzen Zeit seines Bestehens hat das BKB wesentliche Impulse zur Weiterentwicklung der Barrierefreiheit gegeben – von Empfehlungen für Wahllokale über Anforderungen an die Gestaltung von Bankautomaten bis zum „Tag des barrierefreien Tourismus” auf der Internationalen Tourismusbörse. „Wir brauchen eine Stelle wie das BKB, die behinderungsübergreifend das vorhandene Know-how zum Thema Barrierefreiheit systematisch bündelt, weiterentwickelt und zentral zur Verfügung stellt”, so Bethke. „Andernfalls werden wir auf dem Weg zu einer barrierefreien Gesellschaft nicht entscheidend vorankommen.”

Die Mitgliederversammlung appellierte an die Bundesregierung, das BKB im Rahmen der laufenden Novellierung des Behindertengleichstellungsgesetzes zu einer dauerhaften unabhängigen Fachstelle für Barrierefreiheit zu entwickeln. Ein in Abstimmung mit dem Deutschen Behindertenrat entwickeltes Konzept liegt vor. Falls es gelingt, rechtzeitig eine Anschlussfinanzierung zu erhalten, wird der Auflösungsbeschluss unwirksam. Allerdings bleibt dafür nur noch wenig Zeit, denn erste Fristen für die Abwicklung enden am 30. September.

BKB-Impulse zur Weiterentwicklung der Barrierefreiheit (Auswahl)

Weitere Informationen unter: www.barrierefreiheit.de

 
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Nachruf Kurt Lips

Wir mussten Abschied nehmen von unserem langjährigen Fördermitglied und ehemaligen Kassenverwalter Kurt Lips: Am Mittwoch, 10. Juni verstarb er wenige Wochen nach seinem Geburtstag im Paul-Marien-Hospiz nach schwerer Krankheit. Die, die ihn kannten, die mit ihm gearbeitet haben, die ihm bei Veranstaltungen des BSVSaar begegnet sind, haben ihn als einen ruhigen, korrekten und nachdenklichen Menschen kennen gelernt. zwölf Jahre lang hat er unseren ehemaligen Landesvorsitzenden Herbert Reck und den Landesvorstand als Kassenverwalter beraten und begleitet. Auch den neuen Kassenverwalter hat er eingearbeitet und ihm und dem neuen Vorstand wichtige Hinweise für die Arbeit gegeben. Als Helfer beim Sommerfest stand er mit seiner lieben Frau Lotte immer zur Verfügung. Wir sind dankbar, dass es diesen ruhigen, freundlichen und hilfsbereiten Menschen an unserer Seite gab, und wir werden ihn schmerzhaft vermissen und sicherlich noch sehr oft von ihm sprechen und von ihm erzählen.

Kurt, Du wirst fehlen!
 
In dankbarer Erinnerung an einen guten Mitarbeiter und angenehmen Mitmenschen

Der Landesvorstand des Blinden- und Sehbehindertenvereins für das Saarland e.V.

 
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Pressemitteilung des VdK, 10. Juni 2015

Sozialverband VdK fordert unabhängige Fachstelle für Barrierefreiheit
Pressemitteilung des VdK als PDF
Ähnliche Forderungen werden auch vom DBSV in seiner Pressemitteilung erhoben.
Pressemitteilung des DBSV
 
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Pressemitteilung der Behindertenbeauftragten, 27. Mai 2015

Die Mitteilung können Sie hier als PDF-Datei
herunterladen.
 
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Resolution des DBSV, 13. Mai 2015

Den Text der Resolution können Sie hier als
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und als
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Vögel unserer Heimat am 23. Mai 2015

Vögel unserer Heimat
 
Vorstellung
Die Referentin Frau Klein (links) wird von der stellvertretenden Vorsitzenden Silvia Hame (rechts) begrüßt. Die Veranstaltung fand im Rahmen des Referats Frauen, Familie und Freizeit am Samstag, dem 23. Mai im ZBS statt. Die zwölf Teilnehmer vernahmen viel interessantes und wissenswertes über heimische Vogelarten und konnten deren Gesänge und Rufe als Audiobeispiele hören.  
Das Auditorium
Frau Katharina Klein, M.Sc. (BioGeo-Analyse), ist angestellt bei der Centrale Ornithologique in Luxemburg und engagiert sich in ihrer Freizeit z.B. bei der Vogelberingungsstation "Mittleres Saartal" des NABU.  
Frau Klein
Ein Mitschnitt des Vortrags wird voraussichtlich in DBSV-Inform (Juli/August) Buch 18 auszugsweise angeboten.
Diese Zeitschrift - für Vereinsmitglieder des BSV-Saar als kostenloses Abo - wird vom DBSV angeboten.
 
Der Grünspecht
Neben den Hörbeispielen gab es Vögel und deren Nester zum anfassen: Präparate von Tieren, die in einer für sie typischen Haltung erfühlt werden konnten. Der Grünspecht hackt mit seinem Schnabel Löcher in die Baumrinde, um an die darunter lebenden Maden zu kommen. Der Eisvogel in seiner schillernden bunten Pracht wartet im Ufergehölz auf Fische, die er blitzschnell abtauchend fangen kann.  
Der Eisvogel
Der Gimpel mit seiner schwarzen Haube und seiner roten Brust sitzt auf einem Zweig, so als ob er jeden Moment davonfliegen könnte.  
Der Gimpel
 
Der Kleiber
Der Kleiber läft kopfunter an Zweigen und Baumstämmen entlang und fängt mit seinem spitzen Schnabel Insekten Maden und anderes Getier.
 
Das Nest der Beutelmeise
Sehr interessant fanden die Teilnehmer auch die Beispiele von Vogelnestern. Die Beutelmeise baut aus Bast und dem Gewölle von Pappel- und Weidensamen immer und immer wieder windend ein dicht verfilztes Nest, das aussieht wie ein kleiner Pantoffel und tatsächlich früher auch so verwendet wurde. Wer möchte, kann sich auf Youtube den Bau eines solchen und anderer Nester ansehen: Video
 
Das Nest der Kohlmeise
Das Nest der Kohlmeise wirkt dagegene klein und auch ein wenig schlampig gebaut, aber immerhin warm gepolstert. Die jungen Vögel haben sich darin bestimmt wohlgefühlt. Das Nest der Amsel ist deutlich fester und stabiler, die Vögel, die darin aufwachsen sollen, sind ja auch größer. Auch den Bau dieses Nestes kann man sich über Youtube ansehen.  
Das Nest der Amsel
 
Ein Gast
Gegen Ende der Veranstaltung hatten wir Besuch eines ausgewiesenen Experten in Sachen Singvogelkunde, der lautstark vom höchsten Wipfel eines Baumes seine Zustimmung zum Ausdruck brachte. Für die Teilnehmer klang damit ein unterhaltsamer Nachmittag aus.

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© BSV-Saar 10.06.2015

 
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Wochenendseminar 2. bis 4. Oktober 2015

  Seminarankündigung
Zeitraum: 02. bis 04.10.2015
Seminarleiter: Wolfgang Werner Weyrich
Thema: Computernetzwerke und IT-Sicherheit
Beschreibung: Als PDF-Dokument
Beschreibung: Als Word-Dokument
Weitere Information: Aura-hotel, Saulgrub
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Wochenendseminar 15. bis 17. Mai 2015

  Seminarankündigung
Zeitraum: 15. bis 17.05.2015
Seminarleiter: Wolfgang Werner Weyrich
Thema: Das Universum begreifen
Beschreibung: Als PDF-Dokument
Beschreibung: Als Word-Dokument
Weitere Information: Aura-hotel, Saulgrub
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Neujahrsempfang am 7. Februar 2015

from Projekt Gutenberg - DE
booktitle Das grüne Haus
author Paula Demel
year 1907
publisher Hermann Schaffstein Verlag
address Köln
         
Das Neujahrsspiel
vorgetragen am 07. Februar 2015
         
Das alte und das neue Jahr: Christa Maria Rupp
Januar: Bernd Dieter Schreck
Februar: Silvia Hieb
März und Juni: Roman Stöhr
April und September: Silvia Hame
Mai: Gertrud Rach
Juli: Gabriele Schreck
August: Esther Klein
Oktober: Alexandra Klein
November: Petra Luckas
Dezember: Thomas Ney
         
Bild_00 Das alte Jahr
Grüß Gott, ihr Leute, ich bin das Jahr,
das immer ist und immer war,
das immer kommt und immer geht
und niemals zaudernd stillesteht;
das mit geheimem Pendelschlag
die Weltuhr regelt Tag für Tag.
Die Würfel werf ich: Leben und Tod,
Glück oder Unglück, Heil oder Not;
sie fallen gewichtig und ordnen die Welt, –
doch bin ich dem Höheren unterstellt! –
Zwölf Kinder hab ich zur Welt gebracht,
sie gleichen sich wenig, doch jedes hat Macht;
sie strömen gestaltend durch die Welt;
eins ist mir immer zugesellt,
während die andern harren und ruhn
zu neuer Arbeit, zu frischem Tun.
Nur heut an meinem Geburtstag sind
sie alle gekommen aus Regen und Wind,
aus Sonne und Nebel, aus Tiefen und Höhn,
ihre alte Mutter wiederzusehn.
Herein, meine Söhne, ein Kompliment
und sagt den Leuten, was ihr könnt!
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Bild_01 Januar
Grüß Gott! Ich bin der Januar,
voll Schnee und Eis hängt Bart und Haar
Der Vetter Nordwind versteht das Blasen,
steif sind die Ohren, rot die Nasen.
Zugefroren ist See und Fluß.
Schnell! den Schlittschuh an den Fuß!
Die Eisen gleiten
durch blitzende Weiten,
in Bogen und Zacken,
das gibt rote Backen!
Hört ihr das Schellengeläut? Meine Gäste
sausen durch Schnee und Rauhreifgeäste!
Februar
Grüß Gott! Ich heiße Februar,
gleiche dem Bruder fast aufs Haar,
nur trage ich gern ein Maskenröckchen,
an meiner Kappe klingeln Glöckchen.
Weil ich im Spiel und Tanzen tüchtig,
schelten sie mich vergnügungssüchtig,
spotten und lachen hinter mir her,
weil ich zu kurz geraten wär;
rufen: »Prinz Karneval,
Narren gibt's überall –.«
Doch meinen Punsch und Pfannekuchen
möchten Narren und Weise versuchen.
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Bild_03 März
Grüß Gott! Ich bin der Bruder März,
ich habe ein wildes, stürmisches Herz.
Kann mich nicht mit den Brüdern vertragen,
puste ihnen den Schnee vom Kragen.
Säubre die Wälder,
fege die Felder,
tu aus der Seele das Kalte hassen,
muß es doch oft mir gefallen lassen;
aber, bin ich erst König ein Weilchen,
grüßt ihr mit mir die ersten Veilchen,
seht ihr die Spitzen an Sträuchern und Bäumen,
die selig von künft'ger Entfaltung träumen.
April
Grüß Gott! Ich bin der lust'ge April,
der immer tut, was er grade will.
Mal liebe ich's naß, mal liebe ich's trocken,
die Vögel tu ich nach Hause locken.
Schneewassergüsse
schwellen die Flüsse.
Ich aber streif' durch den Wiesengrund,
öffne der Obstblüte lieblichen Mund
und nicke den närrischen Träumern zu,
(mit ihnen steh ich auf du und du)
schickt sie nur immer, ich lehre sie lachen,
und sich aus den Plagen der Welt nichts machen.
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Bild_05 Mai
Grüß Gott! Der Mai darf kaum noch wagen
besondres von sich auszusagen.
Ich schäme mich wirklich; bin so bekannt,
wie ein bunter Pudel rings im Land.
Diese sammetlockigen deutschen Dichter!
(hole der Kuckuck das Reimgelichter)
»– der süße Mai, der entzückende Mai«
»der blütenbekränzte, der himmlische Mai –«
– mir wird ganz blümerant dabei,
denk ich an all die Dudelei.
Die Kinder lob ich, das lärmt und lacht
und feiert ganz ungereimt meine Pracht
Juni
Grüß Gott! Ich werde Juni genannt,
Farben und Düfte bring ich ins Land.
Seht, wie's im Garten knospet und quillt,
Seht, wie die Frucht sich rundet und schwillt!
Vor allem muß ich die Rosen wecken,
ich küsse sie wach an Stamm und Hecken.
Sind Regen und Wind
mir wohlgesinnt
schaff ich und wirke am grünen Gewande,
halte die Hoffnung am schimmernden Bande und pflege das Wachstum der kommenden Zeit;
wenn der Schnitter prüft – ist die Saat bereit.
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Bild_07 Juli
Grüß Gott! Erlaubt mir, daß ich sitze,
ich bin der Juli; fühlt ihr die Hitze?
Kaum weiß ich, was ich noch schaffen soll,
die Ähren sind zum Bersten voll;
reif sind die Beeren, die blauen und roten,
saftig sind Möhren und Bohnen und Schoten.
So habe ich heut wenig zu tun,
Darf mich ein bißchen im Schatten ruhn.
Duftender Lindenbaum
rausche den Sommertraum!
Seht ihr die Wolke? Fühlt ihr die Schwüle?
Bald bringt Gewitter Regen und Kühle.
August
Grüß Gott! Ich bin der Monat August,
bin ernster Pflichten mir bewußt;
muß Frucht und Korn zur Ernte reifen,
meine Lieblingsmusik ist das Sensenschleifen.
Bald kommt die Ernte; der Himmel lacht,
der Segen wird in die Scheunen gebracht.
Zum fröhlichen Reigen
Jubeln die Geigen,
doch mancher steht abseits vom Taumel und denkt
des Schöpfers, der alles zum Besten lenkt,
der Ordnung bringt in den Gang der Dinge,
daß Schweiß und Fleiß auch Freude bringe.
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Bild_09 September
Grüß Gott! Ich bin der September, ich ziere
mit rotem Weinlaub eure Spaliere.
Dem Wandrer lachen auf allen Wegen
köstlich die reifenden Früchte entgegen,
die gelben und roten. Ich liebe die Ferne,
am Ufer der Meere träume ich gerne,
wo die Welle beginnt,
wo die Welle zerrinnt,
wo die Brandung braust und überschäumt
und ein Zugvogelschwarm den Himmel säumt.
Da lieg ich und grüble und suche vergebens
den Sinn des Sterbens, den Sinn des Lebens.
Oktober
Grüß Gott! Ich bin der Bruder Oktober;
die Nase glänzt mir wie Zinnober,
das kommt vom Gläschengucken. Vor Zeiten
lehrt' ich die Menschen Wein bereiten,
der wurde bald ihr Lieblingsgetränke,
Jetzt kriegt man ihn in jeder Schenke.
Kommt mit zum Wein,
ich lade euch ein!
Seht, wie die Wälder sich buntselig färben,
sie wissen: ein Schlaf nur ist alles Sterben.
So kommt und trinkt und fragt nicht viel:
Das Leben ist des Lebens Ziel!
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Bild_11 November
Grüß Gott! Der November stellt sich vor.
Mir ist ergeben der große Chor
der Winde und Stürme, die das Gefilde
von Unrat säubern; und auch die Gilde
der Nebel und Wolken ist mir vertraut;
wer auf des Meeres Sanftmut baut,
wagt sein Leben, wenn ich regiere,
ich hasse den Frohsinn in meinem Reviere,
ich hasse die Sonne, hasse die Milde,
zerreiße im Felde das letzte Gebilde.
Ich liebe nur eins, wenn das Jagdhorn schallt,
hinter scheuem Wilde die Büchse knallt!
Dezember
Grüß Gott! Ich bin der Dezember, und flechte
zu kurzen Tagen die langen Nächte,
Karg ist die Sonne in meinem Gezelt,
doch bring ich ins Haus eine warme Welt.
Wenn im Ofen die Bratäpfel schmoren,
flüstert es leise von Mündern zu Ohren,
gibt es ein Reden, ein Kichern und Necken,
ein Fragen und Freuen, Paketeverstecken,
ein »bitte Mama«, ein »sag doch Papa,
ist's Christkindel denn noch nicht da?
Wenn am heiligen Abend der Tannenbaum brennt,
bin ich in meinem Element;
Hell sind die Kerzen
heller die Herzen,
Uns kümmert nicht Kälte noch Regen und Wind;
doch denen, die arm und traurig sind,
und denen die Not alle Freude verbannt,
geben wir gern mit Herz und Hand.
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Bild_15 Das Jahr
Wohl, meine Kinder! Ihr aber denkt
an den Wechsel der Dinge und den, der sie lenkt.
Stein wird zu Sand, Lebend'ges zu Stein,
Luft wird zu Wasser, Glut zu Wein,
Frucht wird zum Samen, Samen zum Baum,
Raum wird zu Zeit und Zeit zum Raum.
Und immer rollt durchs Himmelszelt
die Erde, unsre alte Welt,
die stets verjüngt, in neuer Kraft,
fruchtbar ihr strahlendes Kleid sich schafft.
Jedoch ihr Diadem und Zier
ihr Menschenkinder, das seid Ihr!
Drum freut euch ihrer Herrlichkeit,
freut euch des Meeres, so stark und weit,
freut euch der Wälder, der Blüte, der Frucht,
freut euch der Berge mit Tal und Schlucht.
Und freut euch eurer eignen Kraft,
die der Erkenntnis Wunder schafft;
seid glücklich, daß ihr Menschen seid,
der schönste Schmuck in Gottes Kleid,
seid friedensstark, seid willensklar,
das wünscht das neue Erdenjahr!
Die Monate
Seid friedensstark und willensklar,
das wünscht der Monate bunte Schar!
Prosit Neujahr!
Nun reicht euch zur Wende
des Jahres die Hände
und grüßt euch mit Neigen
und schlingt euren Reigen.
Spiel auf, Musik, begleite sie,
denn alles eint die Harmonie!
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© BSV Saar 07.02.2015

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Der BSV Saar erhält ein Kraftfahrzeug

Am 16.12.2014 war es endlich soweit!
 

Die Sparkasse Saarbrücken und der Sparverein Saarland e.V.
haben 11 gespendete Kraftfahrzeuge an verschiedene
gemeinnützige Organisationen übergeben. Christa Maria Rupp
und einige Vorstandsmitglieder übernahmen für den
BSV Saar das bereitgestellte Fahrzeug.
 

Von links: Silvia Hame, Bernd Kerber, Henz-Peter Engels,
Christa Maria Rupp und Petra Luckas.
 

Christa Maria Rupp hält den Schlüssel fest.
 

Die Vertreter der Sparkasse, des Sparvereins und der
Spendenempfänger.
 

Übergabe der Fahrzeugpapiere und des "echten" Schlüssels.
 

Christa Maria Rupp bestätigt den Empfang der
Fahrzeugpapiere und des Schlüssels.
 

 
Da ist es, das Schätzje!

 

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50 Jahre Tag des weißen Stocks

Die Aktion "Bitte Weg frei!" fand am 15.10. 2014 ab 13:00 Uhr im Hauptbahnhof Saarbrücken statt.
Vom BSVSaar nahmen teil:
Vorsitzende Frau Christa Maria Rupp,
Stellvertreterin Frau Silvia Hame.
Als Mobilitätstrainer:
Herr Klaus Tost, der die sehenden Besucher beim Selbstversuch betreute.
Als Helfer:
Heiko Schlapp,
Armin Uecker,
Cristina Förderer,
Walter Hame.
 
Die Saarbrücker Zeitung hat am 14.10.2014 die Aktion angekündigt:
hier als Word-Dokument
hier als PDF-Datei
Der Bericht ist am 16.10.2014 ebenfalls in der Saarbrücker Zeitung erschienen:
hier als Word-Dokument
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Film über Führhundeausbildung

In seinem Rundschreiben 102/2014 weist der DBSV auf Videoclips über die moderne Führhundeausbildung hin. Den Film, die aktuelle Pressemitteilung dazu und Hintergrundinformation zur Blindenführhundausbildung finden Sie unter
www.hundetraining.dbsv.org
 
oder den Film direkt hier:
Es gibt es in der Standardversion

 
und als Hörfilmversion

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DBSV Pressemitteilung 11.09.2014

Altersblindheit – Viele Patienten müssen ab dem 1. Oktober um ihre Therapie fürchten

Berlin, 11. September 2014 Die Injektion in den Augapfel ist nach der Katarakt-OP die zweithäufigste Augenoperation in Deutschland. Sie wird mehr als 500.000 Mal jährlich durchgeführt, unter anderem zur Therapie der sogenannten Altersblindheit – der feuchten altersabhängigen Makula-Degeneration.

Gestern hat die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG) vor einem drohenden „dramatischen Versorgungsengpass“ bei der Spritzentherapie gewarnt. Auf Bitte des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) erläutert Priv.-Doz. Dr. Joachim Wachtlin vom Berliner Sankt Gertrauden-Krankenhaus das Problem und die Folgen für die Augenpatienten:

„Bei der Injektion von Medikamenten in den Augapfel, der sogenannten IVOM Behandlung, handelt es sich um die beste und wirkungsvollste Therapiemöglichkeit bei der feuchten altersbedingten Makula-Degeneration (AMD) und anderen Makula-Erkrankungen. Durch wiederholte Injektionen kann bei den allermeisten Patienten gewährleistet werden, dass die Sehkraft erhalten oder bei einem Teil sogar gebessert werden kann. Ab dem 1.10. kann diese IVOM Behandlung über die Krankenkassenkarte direkt abgerechnet werden. Dies ist aber den Krankenhäusern und Kliniken nicht gestattet und so können diese nach dem jetzigen Stand die meisten ihrer Patienten ab dem 1.10. nicht behandeln oder weiterbehandeln. Ich teile die Sorge der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dass es im Bereich der IVOM Behandlung ab dem 1.10. zu einem massiven Versorgungsengpass kommt.“

Wie so ein Versorgungsengpass sich auswirken kann, erläutert Wachtlin am Beispiel der Hauptstadt: „In Berlin werden nach aktuellem Kenntnißtand etwa die Hälfte der IVOM Behandlungen in den Kliniken und Krankenhäusern durchgeführt. Es gibt im Ballungsraum Berlin außerhalb der Krankenhäuser und Kliniken nicht genügend Ärzte und Kapazitäten, um diese große Zahl der Patienten ab dem 1.10. entsprechend den Empfehlungen zu behandeln und so den Erhalt der Sehkraft zu gewährleisten. Eine Lösung, die den Krankenhäusern und Kliniken ermöglicht, auch nach dem 1.10. Patienten zu behandeln, ist bisher trotz intensiver Bemühungen der Ärzte nicht zu Stande gekommen. Es muss jetzt sehr kurzfristig eine Möglichkeit für die Krankenhäuser geschaffen werden, diese dringend erforderlichen Behandlungen weiter durchzuführen. Sonst muss man davon ausgehen, dass sehr viele Patienten ab dem 1.10 ihre notwendige Behandlung nicht erhalten können, was zu starken und unwiderruflichen Sehverschlechterungen führen wird.“

Um die Versorgung der Patienten in ausreichendem Umfang sicherzustellen, fordert DBSV-Präsidentin Renate Reymann eine pragmatische Lösung: „Es ist einfach inakzeptabel, dass hier aufgrund eines Abrechnungsproblems der Verlust von Sehkraft droht. Die meisten betroffenen Patienten sind älter als 70 Jahre, viele von ihnen sind nicht in der Lage, um die Fortsetzung ihrer Therapie bei einem anderen Arzt zu kämpfen, erst recht nicht unter diesem Zeitdruck. Wir brauchen deshalb eine effektive Sofortmaßnahme, die den Krankenhäusern ermöglicht, die Therapie ab dem 1. Oktober fortzuführen. Die so gewonnene Zeit muss dann genutzt werden, um eine dauerhafte Lösung für eine flächendeckende und qualitätsgesicherte Therapie zu erreichen.“

Den Augenpatienten, die ab dem 1. Oktober Injektionen in einem Krankenhaus erhalten sollen, rät der DBSV dringend, sich im Krankenhaus und bei ihrer Krankenkasse zu erkundigen, ob vor Ort bereits eine Lösung gefunden wurde.

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Vorstand neu gewählt

Am 06. September 2014 wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung des BSV Saar e.V. die Landesvorsitzende Christa Maria Rupp (98% Ja-Stimmen) und ihre Stellvertreterin Silvia Hame (95% Ja-Stimmen) für weitere vier Jahre gewählt.
 

Das Foto zeigt Christa Maria Rupp wie sie den von Silvia Hame überreichten Blumenstrauß entgegennimmt.

Ab dem 06.09.2014 sind auch die neugewählten Bezirksgruppen-
vorstände im Amt. Die Bezirksgruppenvorstände sind
auch Mitglieder des Landesvorstands:
 
Heinz-Peter Engels (Saarbrücken)
Martin Lismann (Neunkirchen)
Silvia Hieb (Saarlouis)

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Studie zur psychischen Gesundheit von Menschen mit Sehbehinderung

Das Klinikum der Universität Regensburg führt eine Studie zur psychischen Gesundheit von Menschen mit visuellen Beeinträchtigungen durch. Zu diesem Zweck werden in einem barrierefreien Online-Fragebogen individuelle Erfahrungen zum Thema "Sehen und Alltagserfahrungen" abgefragt und zusammengetragen. Ziel ist es, medizinische und soziale Unterstützung für Menschen mit Seheinschränkungen in der Gesellschaft zu sichern.
 
Teilnehmen können blinde und sehbehinderte Menschen über 16 Jahre.
 
Die Bearbeitung des Online-Fragebogens nimmt etwa 30 bis 45 Minuten in Anspruch und erfolgt vollständig anonym unter
www.soscisurvey.de/ProjektVision.

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Injektion ins Auge endlich Kassenleistung für alle


Viele Jahre war es ein mühseliges Unterfangen, die Kosten für eine Injektion ins Auge bei der AMD und später weiteren Erkrankungen erstattet zu bekommen.

Ab Oktober 2014 wird es eine Abrechnungsziffer geben, mit der die Kosten für das Spritzen von Medikamenten mit Wachstumshemmern ins Auge (intravitreale Injektion) nun für alle Patienten mit der Krankenkassenkarte abgerechnet werden können. Das betrifft beispielsweise die Injektion der Medikamente Lucentis und Eylea bei AMD, diabetischem Makulaödem und weiteren Diagnosen.

Bisher gab es diese Ziffer für die Injektion von Medikamenten ins Auge nicht. Deshalb mussten viele AMD-Patienten einzelne Kostenerstattungsanträge an ihre Krankenkassen stellen und manche von ihnen sogar die post-operative Nachkontrolle privat bezahlen. Über die EBM-Ziffer dürfen nur noch die zugelassenen Medikamente Lucentis und Eylea abgerechnet werden. Das OCT (die Optische Kohärenztomografie) als Diagnostik für das Kriterium zur Wiederbehandlung ist in der EBM-Ziffer der Verlaufsbetreuung leider nicht enthalten. Diese kann weiterhin als IGeL-Leistung auf die Patienten zukommen (je nach Arzt in Höhe von 60 bis 120 Euro), auch wenn es sich bei allen Kassen nachzufragen lohnt, ob das OCT nicht doch übernommen wird.

Ein Teil der Patienten wird bisher jedoch im Rahmen von Selektivverträgen behandelt. Das bedeutet, daß einzelne Krankenkassen gesonderte Verträge mit Augenärzten über die Spritzentherapie ins Auge geschlossen haben. Diese Verträge schließen häufig die Kosten für die Injektion, Nachkontrolle und OCT-Untersuchung zur Verlaufskontrolle ein. nach Aussage von Vertretern der Augenärzte ist davon auszugehen, daß solche Verträge auch weiterhin einen großen Teil der Therapie regeln werden. Im Rahmen der Verträge kann auch das nicht zugelassene Medikament Avastin (das sich in Studien aber als gleich wirksam und sicher erwiesen hat) zum Einsatz kommen.

Unklar ist noch, ob die EBM-Ziffer eine Auswirkung auf das Therapieschema und damit eine ausreichende Wiederbehandlung haben wird. Alle Anwendungsstudien zeigen: in Deutschland wird häufig zu spät und zu selten wiederbehandelt, und es kommt zu vermeidbarem Sehverlust. Dies wird Blickpunkt Auge weiter beobachten. Bitte helfen Sie mit, indem Sie Blickpunkt auge, Ihre BBSB-Beratungsstelle oder Ihren Landesverein über Ihre Erfahrungen informieren. Achten sie auf eine regelmäßige Kontrolle Ihrer feuchten AMD durch den Augenarzt.

Quelle: Blickpunkt Aktuell 2014-32 vom 22.07.2014

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Die Louis-Braille-Schule präsentiert

Louis Braille und die sechs Richtigen

Ein Musical von
Isabell Himbert, Carina Peitz, Matthias Nikola
 
Donnerstag, 24. Juli 2014
10:00 Uhr und 16:00 Uhr
Stadthalle Lebach
 
Eintritt frei  
 
Mitwirkende:
Schüler der Louis-Braille-Schule Lebach
 
Begleitet von The Soulfamily"

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Das neue Präsidium des DBSV


Am 23.05.2014 wurde im Rahmen des Verbandstages
das neue DBSV-Pr&aul;sidium gewählt
Hierzu die Pressemitteilung:
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INCOBS-Infobrief - Ausgabe 01/2014


berichtet über die folgenden Themen

1. Ergebnisse des Tablet-Tests veröffentlicht
2. Android-Skins mit TalkBack getestet
3. W3C gründet Mobile Accessibility Task Force
4. SightCity 2014
5. Laufende Tests

Weitere Informationen unter http://www.incobs.de

Zur Auswahl

 

 

 

 

 

 

 

 

Dieter Petsch - Nachruf

Wir trauern um unser langjähriges Mitglied und einen wunderbaren und aktiven
Mitarbeiter: Dieter Petsch hat diese Welt am 10. Oktober nach schwerer Krankheit verlassen.
 
Noch können wir nicht fassen, daß wir sein fröhliches Lachen nicht mehr hören werden,
daß wir seine Ideen nicht mehr diskutieren werden,
daß er beim Seniorentreff und bei vielen anderen Veranstaltungen nicht mehr dabei sein wird.
 
Seit 1962 war Dieter Mitglied in unserer Selbsthilfe und hat diese mit seinem Engagement durchaus mit geprägt: Er gründete 1985 unsere regionale Tonbandzeitung, das Saarecho, die er über 15 Jahre mit seiner Frau Inge geleitet und betreut hat. Er war unser erster Referent für Seniorenarbeit und hielt immer telefonischen Kontakt zur Basis, auch nachdem Hans Schaaf die Arbeit weiter führt. Freizeiten und Fahrten hat er engagiert mit organisiert und mit gestaltet.
 
Dieter war in jeder Hinsicht ein aktiver Mitarbeiter. Vor allem aber war er ein Mensch, der andere mitreissen konnte, dessen Frohsinn ansteckend wirkte, und der sich durch seine Frohnatur viele Freunde gewinnen konnte.
 
Dieter, wir werden Dich vermissen, und ich weiß, daß bei vielen zukünftigen Veranstaltungen Du in unseren Gedanken dabei sein wirst.
 
An dieser Stelle möchte ich auch der Familie unser aller Beileid ausdrücken und Dir, liebe Inge, wünschen wir Kraft und die Sicherheit, daß Dieter nur vorausgegangen ist.
 
Der Blinden- und Sehbehindertenverein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren und er wird lebendig bleiben in unserer Erinnerung, vor allem in unseren Herzen!
 
Christa Maria Rupp

Blindengeld in Sachsen-Anhalt wird nicht gekürzt

Eine Woche nach der Protestkundgebung auf dem Magdeburger Domplatz hat Prof. Dr. Angela Kolb (SPD), Ministerin für Justiz und Gleichstellung Sachsen-Anhalts, gegenüber dbsv-direkt bestätigt: "Das Landesblinden- und Gehörlosengeldgesetz im Land Sachsen-Anhalt wird definitiv nicht geändert, es wird also keine Kürzungen geben."
 
"Das ist eine gute Nachricht", kommentiert DBSV-Präsidentin Renate Reymann das Ministerwort und betont: "Wir werden trotzdem dranbleiben! Unser Dank gilt allen, die gegen eine Kürzung des Blindengeldes in Sachsen-Anhalt gekämpft haben und uns bis zur Verabschiedung des Haushalts weiter unterstützen."
 
Quelle: DBSV-direkt Nr. 43-13

Aura-Hotel Saulgrub zertifiziert

Das 3-Sterne-Aura-Hotel in Saulgrub konnte seine Therapie und Versorgung im Bereich Rehabilitation von blinden und sehbehinderten Menschen erfolgreich zertifizieren. Die Zerti-fikate sind seit 18. Juni 2013 für drei Jahre gültig.

Das betriebsinterne Qualitätsmanagement im Bereich Rehabilitation wurde nach dem von der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) anerkannten Qualitätsmanage-mentsystem QMS-REHA® - Version 2.0 zertifiziert.

Zeitgleich wurden die Einbindung des Qualitätsmanagementsystems und deren Umsetzung im Bereich Therapie und Versorgung bei der Rehabilitation von blinden und sehbehinderten Menschen nach DIN EN ISO 9001:2008 zertifiziert. Die DIN-Norm-Zertifizierung besitzt eine europaweite Gültigkeit.

Seit September 2012 ist die Zertifizierung eines Qualitätsmanagementsystems für REHA-Einrichtungen gesetzlich vorgeschrieben und daher Voraussetzung für eine Belegung mit stationären Rehabilitationsgästen durch die gesetzlichen Krankenkassen und Rentenversi-cherungsträger.

Mit erfolgreichem Abschluss des Verfahrens im AURA-Hotel Saulgrub sind auch zukünftig die Belegung und die Möglichkeit für blinde und sehbehinderte Menschen gesichert, ihre REHA-Maßnahme dort durchführen zu können..

Damit kann das AURA-Hotel seinen Gästen nach wie vor die drei Säulen der Erholung bieten: Urlaub für die Sinne mit vielfältigen Wellness- und Ausflugsangeboten, Kur und Rehabilitation sowie Fortbildungen und Kurse im eigenen Seminargebäude.

Bei Fragen zum Angebot und zu Buchungsmöglichkeiten wenden Sie sich an das Team vom AURA-Hotel unter Telefon 0 88 45 - 99 0 oder per Mail an aura-hotel@bbsb.org

Quelle: BBSB-Inform

Glaukom verdoppelt Unfallrisiko

Eine aktuelle Studie belegt, daß Autofahrer mit Glaukom ein zweifach höheres Unfallrisiko haben als Augengesunde. Die DOG rät deshalb zu regelmäßigen Augenuntersuchungen ab dem 50. Lebensjahr.

Ein durch Glaukom eingeschränktes Gesichtsfeld hindert die Betroffenen, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen: Jüngste Studien am Fahrsimulator weisen auf ein deutlich erhöhtes Unfallrisiko hin. Darauf macht jetzt die DOG aufmerksam.

Die Deutsche Gesellschaft für Ophthalmologie (DOG) rät deshalb älteren Erwachsenen zu regelmäßigen augenärztlichen Untersuchungen. Denn in vielen Fällen bleibe die Gesichtsfeldeinschränkung zunächst unbemerkt. Eine frühzeitige Behandlung des Glaukoms könne die Sehfähigkeit erhalten und auch den Verlust der Fahrtüchtigkeit vermeiden.

Rund 800.000 Menschen in Deutschland sind laut DOG an einem Glaukom erkrankt. Typisch für das Glaukom sind Ausfälle an den Rändern des Gesichtsfeldes. "Patienten gleichen diese oft unbewusst durch vermehrte Augenbewegungen aus", sagt DOG-Vorstandsmitglied Prof. Franz Grehn aus Würzburg. Beim Autofahren gelinge dies nur begrenzt. Plötzliche Bewegungen am Rand des Blickfeldes würden häufig übersehen.

Wenn ein Auto von einer Seitenstraße einbiegt oder ein Kind auf die Straße läuft, können Menschen mit einem Glaukom oft nicht mehr rechtzeitig reagieren. Eine aktuelle Studie japanischer Augenärzte ergab für Menschen mit fortgeschrittenem Glaukom ein doppelt so hohes Unfallrisiko wie für Augengesunde. Typisch sind demnach Zusammenstöße mit Fahrzeugen oder Menschen, die von der Seite kommen. Häufig sind die Unfälle schwer, da die Reaktionszeit der Glaukompatienten verkürzt ist und sie nicht rechtzeitig bremsen.

Wichtig ist es, die Gesichtsfeldausfälle frühzeitig zu erkennen, betont Grehn und erklärt: "Menschen mit Glaukom können häufig bis zum Endstadium der Erkrankung noch ohne Brille sehen, solange der Bereich des schärfsten Sehens auf der Netzhaut von der Erkrankung verschont bleibt." Mit einem einfachen Sehtest ließen sich die Sehfeldausfälle jedoch nicht erkennen. Stattdessen müsse der Augenarzt den Augeninnendruck bestimmen und den Sehnerv untersuchen.

Medikamente können die Krankheit in der Regel aufhalten und oft auch die Fahrtüchtigkeit erhalten. Die DOG rät deshalb allen Erwachsenen zu regelmäßigen augenärztlichen Kontrollen. Bei über 65-jährigen sollte diese Glaukom-Kontrolle alle ein bis zwei Jahre stattfinden. Insbesondere Kraftfahrer sollten spätestens ab dem 50. Lebensjahr alle fünf Jahre zum "Augen-TÜV". Die Fahrerlaubnis-Verordnung sieht laut DOG Gesichtsfeldprüfungen derzeit nur für die FÜhrerscheinkategorien C, C1, CE, C1E, D, D1, DE, D1E vor. Fahrer von Pkw mit Führerschein Klasse B müssten danach lediglich einen einfachen Sehtest bestehen.

Quelle: DOG/Eine Mitteilung des bayer. Blindenbundes

Aktionsbündnis "Teilhabe und selbstbestimmtes Leben"

Rund um den 5. Mai veranstalten Verbände und Organisationen der Behindertenhilfe und der Selbsthilfebewegung im Saarland den europäischen Protesttag für Menschen mit Behinderung. Während dieser Tage finden überall in Deutschland Podiumsdiskussionen, Informationsgespräche, Demonstrationen und andere Aktionen statt. Dabei geht es auch heute noch wie vor 20 Jahren darum, die Kluft zwischen dem im Grundgesetz verankerten Anspruch der Gleichberechtigung für alle Menschen und der Lebenswirklichkeit zu überwinden. In Saarbrücken wird es vor dem Haupteingang der Karstadt- Filiale und auf dem Vorplatz der Europa-Galerie Aktionen an Informationsständen geben Dazu haben sich mehrere Verbände und Institutionen zu einem Aktionsbündis "Teilhabe und selbstbestimmtes Leben" zusammengeschlossen. Das Ziel der Aktionen ist es auf die Situation von Menschen mit Behinderung aufmerksam zu machen und sich dafür einsetzen, daß alle Menschen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können. Wir bitten Sie unsere Aktionen in Saarbrücken mit einer regen Teilnahme zu unterstützen.

Das Aktionsbündnis für "Teilhabe und selbstbestimmtes Leben" Landesvereinigung SELBSTHILFE e.V. Behindertenbeirat der Stadt Saarbrücken Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. Landesvertretung Saarland Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderungen e.V., Saarbrücken Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Landesverband Saarland
 
Anprechpartner: Manfred Steuer
E-Mail: 4mai@gmx.info

Der Vorstand des VdK Saarland zu Besuch beim BSVSaar

Am 22.04.2013 besuchte der Vorstand des VdK Saarland den BSVSaar im ZBS.
"Wir wollen gemeinsame Projekte starten und brauchen eure Hilfe", das waren klare Worte des VdK-Vorsitzenden Armin Lang, der uns mit der stellvertretenden Vorsitzenden Brunhilde Müller und Martina Braun am 22.04.2013 in unserem Hause besuchte. Beratungskompetenz soll auch in den Ortsvereinen geschult werden. Blinde und sehbehinderte Berater sollen ihr Wissen und ihre Erfahrung in diese Schulung einbringen. Im Gegenzug wurde uns Unterstützung bei der Beschaffung eines Pkw für unseren ambulanten psychosozialen Dienst zugesagt. Wir bedanken uns für die offene Begegnung und die gegenseitige Unterstützung in vielen Fragen.

Für die Zusammenarbeit von Bedeutung ist das neue VdK-Projekt "Ausbildung der Berater". VdK-Mitarbeiterin Martina Braun erläuterte das Vorhaben: Für interessierte ehrenamtlich Tätige wird es ein Ausbildungsprogramm geben mit dem Ziel der Befähigung zum "Wegweiser" durch die Behindertenwelt (Strukturen der Behindertenhilfe, die verschiedenen Behinderungen mit ihren spezifischen Auswirkungen, Behindertenrecht, Hilfen...). BSVS-Vorsitzende Christa Rupp sagte die Mitarbeit ihres Vereins zu, mit selbst betroffenen Referenten und man wird auch nach interessierten "Auszubildenden" suchen.

Ein weiteres VdK-Projekt wurde dargestellt. Dabei geht es um ältere, behinderte oder kranke Menschen und ihren schwieriger werdenden Alltag "zu Hause". Es gibt viele technische Hilfsmittel, Tipps und Tricks, Verhaltensweisen, die das Leben im Alltag erleichtern können, das Bleiben "in den eigenen vier Wänden" ermöglichen können. Der VdK mit seinem Beratungsdienst möchte hier "Hilfe zur Selbsthilfe" leisten.

Hauptanliegen des Blinden- und Sehbehindertenvereins, so die BSVS-Vertreter, ist die Ermöglichung eines "mobilen Sozialdienstes". Die Beratungen zeigen, daß in vielen Fällen Hausbesuche bei hilfesuchenden sehgeschädigten erforderlich wären. Christa Rupp: "Wir können uns nicht einfach in ein Auto setzen und hinfahren. Wir brauchen sehende Assistenz, zum Fahren und Begleiten". Der Verein braucht Helfer, ein Fahrzeug, und finanzielle Unterstützung.

Weitere Gesprächspunkte waren Die Nutzung des Blindenzentrums für Tagesseminare, die Mitwirkung des BSVS beim Aushandeln von Zielvereinbarungen, die Barrierefreiheit in den Medien. VdK-Vorsitzender Armin Lang konnte auf seine Initiative im SR-Rundfunkrat hinweisen; hier geht es um den erleichterten Zugang zu Fernsehsendungen für sehgeschädigte oder auch gehörlose Menschen.

Fünftes Filmfestival "überall dabei"

Das fünfte Filmfestival der Aktion Mensch mit dem Titel "überall dabei" zeigt vom 20. September 2012 bis zum 8. Mai 2013 in 40 Städten in ganz Deutschland sechs ausgewählte Spiel- und Dokumentarfilme zur Inklusion von Menschen mit Behinderung.
Quelle:http://www.aktion-mensch.de/filmfestival

In Saarbrücken werden die Filme in der Zeit vom 18.04. bis 24.04.2012 gezeigt. Das Programm wird im einzelnen noch festgelegt.
Informationen zum Festival und zu den Filmen finden Sie in den folgenden Dokumenten:

1. Kurzinfos zum Festival
2. Die Filme

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11. Deutscher Hörfilmpreis

Gestern ist der 11. Deutsche Hörfilmpreis vergeben worden. Die erfreuliche Botschaft des Abends: Der Hörfilm befindet sich im Aufwind, sowohl im Kino wie auch im Fernsehen. Trotzdem gehören barrierefreie Filme noch lange nicht zur Normalität. Die Ausweitung des Angebots auch auf nicht fiktionale Formate, die Sicherung der Qualität und die technische Zugänglichkeit sind daher wichtige Forderungen, die der DBSV gestern vor großem Publikum transportierte.

Welche Filme in diesem Jahr mit dem Deutschen Hörfilmpreis ausgezeichnet wurden, wer den Abend gestaltet hat und wer zu den rund 500 Gästen zählte, lesen Sie in der nachfolgenden Pressemitteilung:

Berlin, 10. April 2013. Bei der Gala zum 11. Deutschen Hörfilmpreis hat der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband gleich vier der begehrten Auszeichnungen vergeben. In der Kategorie TV konnte sich die WDR-Produktion "Der letzte schöne Tag" durchsetzen. Das Filmbeschreiberteam wurde von Martin Burike, Nicole Engeln und Stefan Zeh vertreten. Sie nahmen den Preis gemeinsam mit Schauspielerin Natascha Paulick, Produzent Eric Moss sowie Marianne Wegmann und Stefan Moll, beide WDR, aus den Händen von Laudatorin Eva Habermann entgegen.

Der Kinohit "Ziemlich beste Freunde", eingereicht von Senator Home Entertainment, erhielt die Auszeichnung in der Kategorie Kino. Die Laudatio hielt Schauspieler Roman Knizka, der den Preis an die Filmbeschreiberinnen Susanne Linzer-Elsässer, Evelyn Sallam und Uta-Maria Torp überreichte sowie an die Synchronsprecher der beiden Hauptfiguren Frank Röth und Sascha Rothermund. Röth verlas ein bewegendes Grußwort von Philippe Pozzo di Borgo, dessen Lebensgeschichte im Film erzählt wird.

Ein Sonderpreis der Jury für die besondere Qualität der Filmbeschreibung ging an den Kinofilm "9einhalbs Abschied", eingereicht von der HW Leasing, vertreten durch Thomas Agerholm. Er erhielt den Preis gemeinsam mit Regisseurin Halina Dyrschka und den Schauspielern Ben und Tim Litwinschuh sowie den Filmbeschreiberinnen Uta Borchert, Uta-Maria Torp und Susanne Linzer-Elsässer. Die Laudatio hielt Moderatorin und Schauspielerin Nina Eichinger, die auch zur Hörfilmpreis-Jury gehörte.

Im Anschluss wurde der Publikumspreis an den Kinofilm "Türkisch für Anfänger" übergeben, der sich nach einer beindruckenden Voting-Welle auf Facebook mit 75 Prozent der Stimmen durchgesetzt hatte. Die blinde Schwimmerin und mehrfache Paralympics-Gewinnerin Daniela Schulte übergab den Preis an Burt Neuber von Highlight Communications/Constantin Film, die den Film eingereicht hatte. An seiner Seite freuten sich Bernd Benecke vom Bayerischen Rundfunk, die Schauspieler Pegah Ferydoni, Arnel Taci und Katharina Kaali sowie die Filmbeschreiber Alexander Fichert und Roswitha Röding über die Auszeichnung.

Unter den Gästen war weitere Prominenz vertreten, darunter der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor, Berlins Finanzsenator Dr. Ulrich Nussbaum sowie die Schauspieler Hansa Czypionka, Thorsten Merten, Lisa Maria Potthoff, Jochen Schropp, Nadine Möllers, Jan Sosniok, Sina Tkotsch, Ina Weisse, Eleonore Weisgerber und Anastasia Zampounidis.

Durch den Abend führte Fernsehmoderatorin Dunja Hayali. Für die musikalischen Highlights im historischen Atrium der Deutschen Bank Unter den Linden sorgte das weltweit erfolgreiche Quartett Salut Salon.

Zur Jury unter dem Vorsitz des blinden Musik-Kabarettisten Dr. Dietrich Plückhahn gehörten neben der bereits genannten Nina Eichinger auch Angelika Krüger-Leissner, Stv. Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Kultur und Medien, Schauspielerin und Regisseurin Brigitte Grothum, die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen Claudia Roth, Filmredakteur Lars-Olav Beier (Der Spiegel), Reinhard Glawe (Bert-Mettmann-Stiftung), Hans Joachim Krahl vom Präsidium des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes sowie Regisseur und Grimme-Preisträger Lars Kraume.

Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen, die in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekors schildert. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen.

Die Aktion Mensch fördert den Deutschen Hörfilmpreis, der seit 2002 vom Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV) verliehen wird. Hauptsponsoren sind die forschenden Arzneimittelhersteller Pfizer Deutschland und Bayer HealthCare Deutschland. Weitere Sponsoren und Partner sind die Deutsche Bank AG, die Herbert-Funke-Stiftung, das Blindenhilfswerk Berlin, die Blindenstiftung Deutschland, SkodaAuto Deutschland, Hotel Concorde Berlin, Optimahl, Brähler Konferenztechnik, Veltins und PR Sugar.

Besuchen Sie den Deutschen Hörfilmpreis auch auf facebook! www.facebook.com/Deutscher.Hoerfilmpreis

Weitere Informationen unter: http://www.deutscher-hoerfilmpreis.de

Pressebilder zur honorarfreien Verwendung stehen ab sofort zum Download unter folgendem Link zur Verfügung: http://www.deutscher-hoerfilmpreis.de/presse

11. Deutscher Hörfilmpreis bei Ohrfunk.de

In der Sendung "Zeitzone" präsentiert Ohrfunk.de heute um 15 und 19 Uhr die diesjährigen Hörfilmpreisträger und spricht mit dem Juryvorsitzenden Dr. Dietrich Plückhahn über Gründe und Hintergründe der Preisvergabe. Die gesamte Hörfilmpreisgala sendet Ohrfunk am kommenden Wochenende: Samstag, 16.05 Uhr und Sonntag, 10.05 Uhr.

Hier kann man ohrfunk.de hören: im Web unter http://www.ohrfunk.de und im Kabelnetz bei Kabel Deutschland 90,8 MHz, Telekolumbus 103,5 MHz in Berlin und in den digitalen Kabelnetzen von Wilhelm Tell in Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland

Blinde Frau wird ohne Begrenzung als Heilpraktikerin zugelassen

das Bundesverwaltungsgericht entschied mit Urteil vom 13.12.2012 - 3 C 26.11 – daß eine blinde Frau ohne Begrenzung zur Heilpraktikerin zugelassen wird. In einer sogenannten ergänzenden Kenntnisprüfung hat die Klägerin lediglich darzustellen daß sie in der Lage ist, die Grenzen ihrer heilkundlichen Tätigkeit zu erkennen und entsprechend zu reagieren.

Das Verwaltungsgericht Berlin hatte zunächst die Zulassung begrenzt. Nun hat jedoch das Bundesverwaltungsgericht entsprechend entschieden.

Mitteilung des Informationsdienstes des BBSB

Wegweiser durch die digitale Welt

Die Pressereferentin der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO) hat uns das folgende mitgeteilt:

mit Unterstützung des Bundesverbraucherministeriums konnte die Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen ihre Broschüre „Wegweiser durch die digitale Welt für ältere Bürgerinnen und Bürger“ in Kooperation mit dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und der Deutschen Blindenstudienanstalt (blista) nun auch für blinde und sehbehinderte Menschen als Hörfassung aufbereiten.

Lesen Sie dazu die beigefügte Press;emitteilung. Wir bitten Sie, diese in Ihren Medien zu veröffentlichen bzw. in Ihrem Wirkungskreis weiterzuleiten.

Pressemitteilung 1/2013 als WORD-Dokument
Pressemitteilung 1/2013 als PDF-Dokument

Zu den Internetpräsentationen der beteiligten Organisationen gelangen Sie über die folgenden Links:

Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V.
Deutsche Blindenstudienanstalt e.V.
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.

Tatort: "Melinda"

Der neue SR Tatort wird erstmalig am 25.01.2013 im Rahmen des Filmfestivals Max Ophüls Preis vorgestellt.

Die Erstsendung durch die ARD erfolgt am 27.01.2013 um 20:15. Er wird mit einer Beschreibung für Blinde und hochgradig Sehbehinderte ausgestrahlt (Audiodeskription/Hörfilm). Informationen hierzu finden Sie im ARD-Videotext, Seite 397. Informationen zum Dreh finden Sie hier.

"Dieser Tatort ist völlig anders als die bisherigen SR Tatorte", sagt Silvia Hame und Christa Rupp konnte selbst die "Action"-Szenen gut verfolgen. Woher haben die beiden das?

Nun, die Audiodeskription wurde am im Dezember erstellt. Silvia Hame durfte am 11. und 18.12.2013 den beiden Damen von Globe TV, Renate Zentz und Claudia Lenke, beim verfassen der Hörfilmtexte beratend zur Seite stehen. Im neuen Jahr, am 02. und 03.01.2013 wurde dann die Hörfilmfassung von Sprecher Karl-Heinz Kaul (Stimme der ARD) im Tonstudio erstellt. Auch hier durfte Silvia Hame beratend dabei sein. Die Hörfilmfassung wurde am 04.01.2013 Christa Rupp übergeben, sie sollte als bisher Unbeteiligte erste "Testhörerin" sein.

Fazit: Der neue SR Tatort ist überaus sehennswert, auch oder vor allen für Blinde und hochgradig Sehbinderte da erstmalig ein SR Tatort als Höfilm gesendet wird.

Neujahrsempfang des BSV-Saar

Der Neujahrsempfang des BSV-Saar findet, wie schon in den letzten Jahren, im Restaurant "Grüner Baum", Neunkirchen-Furpach statt. Beginn ist 11:00 Uhr. Nach Begrüßung und Ansprachen gibt es Wortbeiträge mit Informationen und Gedichten. Die musikalische Umrahmung wird von Esther und Alexandra Klein sowie von Eva Colle, Karl-Gerd Schäfer und Silvia Hame übernommen. Nach einem stärkenden Mittagessen (Voranmeldung erforderlich) wird uns "Bausch und Bogen" musikalisch unterhalten. Silvia Hame wird auch wieder einige Blindenhilfsmittel dabei haben.

Auf dem Weg zum Merkzeichen Tbl "Taubblind"

Nach Schätzungen des Gemeinsamen Fachausschusses "Hörsehbehindert/Taubblind" (GFTB) im Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) gibt es bundesweit 2.500 bis 6.000 taubblinde Menschen, die nicht angemessen mit Hilfsmitteln und Assistenzleistungen versorgt sind. Im Jahr 2007 hat der GFTB deshalb erstmals gefordert, daß die Betroffenen einen speziellen Eintrag "Tbl" im Schwerbehindertenausweis erhalten. So würde es den Betroffenen erleichtert, die Besonderheit ihrer Behinderung nachzuweisen und Zugang zu den nötigen Hilfen zu bekommen.

Jahrelang stießen die Taubblindenvertreter bei der Politik auf Ablehnung, doch jetzt ging es plötzlich ganz schnell. Mit der Rundfunkbeitragsbefreiung für taubblinde Menschen gibt es ab 2013 erstmals eine bundesweit geltende Regelung für die Betroffenen. Dies war den Bundesländern offenbar Anlass, nun auch einem besonderen Merkzeichen zuzustimmen.

DBSV-Präsidentin Renate Reymann ist begeistert: "Für das Merkzeichen haben alle Verbände gemeinsam und mit einer Stimme gekämpft. Diese Einigkeit hat sicher entscheidend zu unserem Erfolg beigetragen."

Zusammen mit dem GFTB und weiteren Partnern wird sich der DBSV nun bei der Umsetzung des Beschlusses engagieren. "Von zentraler Bedeutung wird sein, daß auch Menschen mit noch geringen Hör- und Sehresten von dem neuen Merkzeichen profitieren", sagt DBSV-Sozialreferent Reiner Delgado. Denn ein besonderer taubblindenspezifischer Bedarf an Assistenz- und Dolmetsch-Leistungen besteht bereits dann, wenn man noch minimal hören oder sehen kann. Sobald das Merkzeichen eingeführt ist, muss; es mit konkreten Hilfen für die Betroffenen verknüpft werden, darunter spezielle Hilfsmittel, persönliche Assistenz-, Bildungs- und Rehaangebote.

Zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen :
Sicherheitstipps für blinde und sehbehinderte Frauen

Der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotrufe – Frauen gegen Gewalt (BFF), der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und das Hessische Koordinationsbüro für behinderte Frauen (HKBF) veröffentlichen zum 25. November Informationen über Gewalt gegen Frauen mit Behinderung und Sicherheitstipps für Frauen mit Seheinschränkung. „Mit unserer Broschüre informieren wir über die unterschiedlichen Formen von Gewalt und zeigen Möglichkeiten auf, sich zu wehren“, so Rita Schroll, Leiterin des HKBF. Die Informationen werden in Blindenschrift, als Audio-CD im DAISY-Format und als barrierefreie PDF-Datei angeboten. Neben grundlegenden Informationen und konkreten Tipps werden auch zahlreiche Unterstützungsangebote genannt.

„Spezielle Tipps sind nötig“, betont die DBSV-Frauenbeauftragte Helga Neumann, „denn blinde und sehbehinderte Frauen berichten mir, daß sie sich besonders abends in einsamen Gegenden und in der Bahn bedroht fühlen. Tipps wie ‚Schnell weglaufen!‘ oder ‚Dem Täter in die Augen schauen!‘ helfen da kaum.“

Die Broschüre beantwortet viele Fragen: Wie verhalte ich mich am besten, wenn ich mich verfolgt fühle? Wie hole ich im Bus oder in der U-Bahn Hilfe? Wie schüttele ich als blinde oder sehbehinderte Frau einen Helfer ab, der mir zu nahe kommt? Die Tipps sollen die Frauen stärken. Denn – davon ist Helga Neumann überzeugt: „Jedes Mädchen und jede Frau kann sich wehren.“

Nach einer Studie des Bundesfamilienministeriums erleben Frauen mit Behinderung fast dreimal häufiger Gewalt als Frauen ohne Behinderung. Fast die Hälfte der Befragten hat in ihrer Kindheit oder Jugend auch sexualisierte Gewalt erfahren. Viele sehen keine Möglichkeit, sich gegen Belästigung, übergriffe und Gewalt zu wehren. „Auch Möglichkeiten der Unterstützung nach erlebter Gewalt sind vielen Frauen mit Behinderung nicht bekannt“, betont Katharina Göpner vom BFF. „Unser Angebot ist der erste Schritt, daran etwas zu ändern. Und es hilft auch unseren vielen Frauenberatungsstellen, mit blinden und sehbehinderten Ratsuchenden besser umzugehen.“

Die Initiative für die neuen Informationen entstand im Projekt „Zugang für alle!“ des BFF. Das Projekt informiert behinderte Frauen, wie sie sich gegen Gewalt wehren können und sensibilisiert in Frauenberatungsstellen für die Lebenssituation der Betroffenen.

Die beiden Broschüren können kostenlos in Blindenschrift oder als DAISY-Hörbuch beim BFF bestellt werden,
Tel.: 0 30 / 322 99 500, E-Mail: zugangfueralle@bv-bff.de.
Auf der Webseite des DBSV stehen das Hörbuch und eine PDF-Datei auch zum Download bereit:

Als E-Mail erhalten von Irene Klein, Redaktion DBSV-Direkt
 
Online-Informationsservice des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV).

Aktuelles 12: Die Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft schreibt:

Wenn ältere Menschen sich einer Operation am Auge zur Behandlung des Grauen Star unterziehen, verbessern sie nicht nur ihre Sehfähigkeit. Der Eingriff mindert auch das Risiko, durch Stürze schwere Knochenbrüche zu erleiden. Dieser Vorteil war in einer aktuellen Studie bei über 80-Jährigen und chronisch Kranken am größten. Deshalb sollten sich nach Ansicht der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft (DOG) auch hochbetagte Menschen eine vom Grauen Star getrübte Linse ersetzen lassen, wenn die Sehfähigkeit stark gemindert ist. Eine Altersgrenze für die Kataraktoperation gebe es nicht. "Daß ein fortgeschrittener Grauer Star, auch Katarakt genannt, das Sturzrisiko erhöht, ist seit längerem bekannt und durch Studien belegt", erläutert Professor Dr. med. Berthold Seitz, Präsident der DOG und Direktor der Universitäts-Augenklinik Homburg/Saar. Der Grund ist nicht allein die schlechtere Sehfähigkeit durch die getrübten Augenlinsen - auch der Gleichgewichtssinn hängt eng mit dem Sehvermögen zusammen. Menschen mit Grauem Star haben deshalb zunehmend Schwierigkeiten, ihre körperliche Balance zu halten. "Mit fortschreitender Erkrankung werden sie im Stehen und Gehen unsicherer, so daß Stürze programmiert sind", sagt Seitz. Im Alter geht ein solcher Sturz häufig mit einem Verlust an Mobilität und Unabhängigkeit einher. Mitunter werden Betroffene anschließend dauerhaft bettlägerig.

Die jetzt im amerikanischen ärzteblatt JAMA veröffentlichte Untersuchung an mehr als 1,1 Millionen Senioren zeigt, daß eine Operation bei Katarakt das Risiko für eine gebrochene Hüfte deutlich senkt. So ging die Zahl der Oberschenkelhalsbrüche im ersten Jahr nach der Operation um 16 Prozent zurück, nach der Operation einer starken Linsentrübung blieben sogar 23 Prozent der Senioren von einem Sturz verschont. Ein gesundheitlicher Vorteil, der mit dem Alter der Senioren zunahm: Hochbetagte zwischen 80 und 84 Jahren erlitten zu 28 Prozent weniger Hüftfrakturen. Auch bei Menschen mit chronischen Erkrankungen konnte die Operation das Risiko deutlich senken.

Warum sich bei Grauem Star die Linse trübt, ist nicht abschließend erforscht. In 90 Prozent der Fälle, sind alte Menschen betroffen. Sie sehen zunehmend verschwommen, weniger scharf und reagieren empfindlich auf helles Licht. Jedes Jahr setzen Augenärzte in Deutschland mehr als 650 000 künstliche Linsen ein.

"Alter und Krankheiten sollten daher kein Grund sein, von vornherein auf einen Katarakt-Eingriff zu verzichten, wenn die Sehfähigkeit in Folge der Linsentrübung stark eingeschränkt ist", erläutert Professor Dr. med. Christian Ohrloff, Pressesprecher der DOG aus Frankfurt am Main. "Die Implantation einer Intraokularlinse ist eine sichere Operation mit einer hohen Erfolgsrate. Mehr als 90 Prozent aller Patienten können nach dem Eingriff wesentlich besser sehen, sofern keine weiteren Augenkrankheiten vorliegen." Der Eingriff wird ambulant durchgeführt. Er ist in der Regel auch bei Menschen mit Herzerkrankungen möglich.

Aktuelles 11: Sehgeschädigte Kinder brauchen mehr Fachpädagogen

Nach ihren Schätzungen fehlen in Deutschland 400 Blinden- und Sehbehindertenlehrer. So müssen blinde Kinder von Lehrern unterrichtet werden, die keine Blindenschrift können, und sehbehinderte von solchen, die sich mit Sehschärfe, Gesichtsfeld und Blendempfindlichkeit kaum auskennen.

Nur fünf Hochschulen vermitteln hierzulande das nötige Fachwissen, um Schülern mit Seheinschränkung alles beizubringen, was ihre sehenden Altersgenossen auch erfahren. Doch die wenigen Sonderpädagogen, die jedes Jahr ihren Abschluss machen, reichen bei weitem nicht aus, um die freien Stellen zu besetzen.

Verschärft wird das Problem dadurch, daß sich Deutschland durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet hat, für die Inklusion behinderter Menschen auch in der Beschulung zu sorgen. Das bedeutet, daß in Zukunft noch mehr Blinden- und Sehbehindertenpädagogen gebraucht werden als heute.

"Inklusion bedeutet unter anderem das Recht, in Wohnortnähe eine Regelschule zu besuchen", erklärt die Präsidentin des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes, Renate Reymann. "Das ist gut so, doch die Bundesländer stehlen sich aus ihrer Verantwortung, wenn sie die Behindertenrechtskonvention erst unterschreiben und dann nicht für die Ausbildung der nötigen Fachleute sorgen." Uwe Boysen, der Vorsitzende des Deutschen Vereins Blinder und Sehbehinderter in Studium und Beruf, plädiert für eine Wahlfreiheit von behinderten Kindern und deren Eltern zwischen Förderschule und Regelschule. Doch auch er meint: "Es muss dezentralere Strukturen geben, wenn die schulische Inklusion gelingen soll, und sie gelingt sicher nicht, wenn immer weniger Blinden- und Sehbehindertenlehrer ihre Kollegen an den Regelschulen unterstützen."

"Versuchen Sie mal jemandem, der nie gesehen hat, zu erklären, wie hoch der Kölner Dom ist", macht Ute Palm, die stellvertretende Vorsitzende von PRO RETINA Deutschland, den Bedarf an ausgebildeten Sonderpädagogen deutlich. "Für ihn hört die Wahrnehmung von Größenverhältnissen an den Körpergrenzen auf und also werden Sie es ihm Schritt für Schritt erfahrbar machen müssen." Für die Vermittlung von Lehrinhalten unterschiedlichster Art ist eine Spezial-Ausbildung unerlässlich. "Die schulische Inklusion darf kein Sparmodell auf Kosten behinderter Menschen werden", warnt Renate Reymann.

Hintergrundinformationen sowie Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung unter: www.lehrermangel.dbsv.org

Aktuelles 10: Bundespräsident Gauck beim Festakt 100 Jahre DBSV

In seiner Festrede sagte das Staatsoberhaupt: "Ich möchte mein Amt nutzen für das Thema Inklusion, ich möchte ihm Gehör verschaffen."

"Inklusion" ist der zentrale Begriff der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen und bezeichnet die selbstverständliche Beteiligung behinderter Menschen an allen gesellschaftlichen Prozessen. Der völkerrechtliche Vertrag wurde von Deutschland im Jahr 2009 ratifiziert.

DBSV-Präsidentin Renate Reymann begrüßt die Ankündigung Gaucks: "Wir hoffen, daß die Situation behinderter Menschen durch das Engagement des Bundespräsidenten nun auch in der deutschen Politik die breite Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient."

Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) ist die älteste bundesweite Selbsthilfevereinigung. Am 26. Oktober 2012 wurde mit einem Festakt im Berliner Humboldt Carré das einhundertjährige Jubiläum des Verbandes begangen. Zu den Gästen zählten der Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe, Berlins Senator für Gesundheit und Soziales, Mario Czaja, sowie blinde Persönlichkeiten wie die Fahnenträgerin des deutschen Paralympischen Teams, Daniela Schulte.

Sie finden den Redetext des Bundespräsidenten und Bilder vom Festakt unter www.2012.dbsv.org

Neue Rundfunkbeiträge trotz RF

Während bisher Rundfunk- und Fernsehgebühren erhoben werden, wenn Empfangsgeräte angemeldet sind, wird künftig der Rundfunkbeitrag für jede Wohnung fällig, auch dann, wenn dort kein Empfangsgerät vorhanden ist. Für Menschen die zusammenleben, auch in Wohngemeinschaften, wird künftig nur ein Rundfunkbeitrag für die gemeinsame Wohnung erhoben.

Beitragspflichtig werden ab 1. Januar 2013 auch Wohnungsinhaber mit dem Merkzeichen RF im Schwerbehindertenausweis, die bisher von der Gebührenpflicht befreit sind. Sie zahlen ein Drittel des vollen Beitrages, also 5,99€ im Monat. Nach Auskunft der GEZ werden alle Gebührenbefreiten mit RF im Ausweis noch in diesem Jahr angeschrieben. Im Februar kommt dann die erste Rechnung für das 1. Quartal 2013. Bis dahin ist also nichts zu tun.

Es ist jedoch nach wie vor möglich, beim Vorliegen bestimmter Voraussetzungen ganz von der Beitragspflicht befreit zu werden.

Von der Beitragspflicht befreit werden auf Antrag Menschen, die mindestens hochgradig sehbehindert sind (Grad der Behinderung von 100 nur aufgrund der Sehbehinderung) und zugleich mindestens an Taubheit grenzend schwerhörig sind (Grad der Behinderung von 70 nur aufgrund der Hörbehinderung), also Taubblinde. Ferner werden auf Antrag Bezieher von Blindenhilfe nach § 72 SGB XII befreit, nicht jedoch Empfänger von Blindengeld nach Landesrecht. Befreit werden auf Antrag Empfänger staatlicher Sozialleistungen, wie Hilfe zum Lebensunterhalt und Hilfe zur Pflege nach dem Sozialhilferecht, Grundsicherung, Sozialgeld, Arbeitslosengeld II, also Hartz IV, und BAFöG. Befreit werden auch Sonderfürsorgeberechtigte nach dem Bundesversorgungsgesetz und Empfänger von Leistungen nach dem Lastenausgleichs- und dem Asylbewerberleistungsgesetz. Weitere Informationen erhalten Sie unter www.rundfunkbeitrag.de und telefonisch bei der GEZ unter 0221 für Köln und dann 50610. Antragsformulare gibt es ab November bei den Gemeinden und bei den Erbringern der Sozialleistungen.

Die Rundfunkanstalten verpflichten sich mit den Beiträgen der bislang gebührenbefreiten und künftig beitragspflichtigen Nutzern das Angebot an Sendungen mit Audiodeskription und Untertitelung auszuweiten.

(Eine Mitteilung des Bayer. BSB)

100 Jahre Blindenverband in Deutschland

Jedoch tat sich die Gesellschaft schwer, blinde Menschen außerhalb der Anstaltsmauern anzunehmen, und die Betroffenen waren auf ein Leben "in Freiheit" nur ungenügend vorbereitet.

Der älteste bekannte Zusammenschluss blinder Menschen in Deutschland ist die Blindengenossenschaft in Hamburg von 1872. Im Jahre 1874 wurde der "Allgemeine Blindenverein zu Berlin" von einigen blinden Organisten, Lehrern und sehenden Beratern gegründet. örtliche Zusammenschlüsse folgten vielerorts. Auf den seit 1873 durchgeführten Blindenlehrerkongressen versuchten blinde Menschen, sich Gehör zu verschaffen, soweit die Belange erwachsener Blinder Gegenstand von Beschlüssen waren. Nach dem Kongress von 1907 in Hamburg fiel jedoch die Entscheidung, eigene Wege zu gehen.

Der Erste Deutsche Blindentag 1909 in Dresden bereitete die Gründung eines eigenen Verbandes vor, die der Zweite Deutsche Blindentag 1912 in Braunschweig vollzog. Von den 54 im Deutschen Reich bekannten Blindenvereinen waren 22 Vereine beteiligt, ein Jahr später waren dem Verband bereits 44 Vereine beigetreten. Vorsitzender wurde Franz Walter Vogel, Hamburg, der sich seit 1907 mit Nachdruck für die Gründung eines Spitzenverbandes eingesetzt hatte. Stellvertretender Vorsitzender war Rudolf Kraemer, Heilbronn, Schatzmeister Eugen Crohn, Berlin, und Schriftführer Paul Reiner, Berlin.

Im Vordergrund der Verbandsarbeit standen die Förderung der Erwerbstätigkeit, die Ermäßigung des Portos für Blindensendungen, Fahrpreisermäßigungen bei Straßen- und Eisenbahnen für erwerbstätige Blinde, die Schaffung einer höheren Schule und Vergünstigungen bei der gesetzlichen Sozialversicherung. Als Medium für den Gedankenaustausch und die Willensbildung bewährte sich die Brailleschrift, die im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts Einzug in die Blindenanstalten gehalten hatte.

"Wir sind stolz, daß die Gründung des Reichsdeutschen Blindenverbandes auch als Geburtsstunde der deutschlandweiten Selbsthilfe in die Geschichtsbücher eingegangen ist", sagt DBSV-Präsidentin Renate Reymann anläßlich des Jubiläums. "Heute ist die Gesellschaft für alle unsere große Vision. Wir werden in der Politik und der Gesellschaft gehört und setzen uns im Verbund mit anderen Behindertenverbänden dafür ein, daß alle Menschen - ob mit oder ohne Behinderung - die gleichen Chancen haben."

Das Jubiläumsjahr des DBSV steht unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Joachim Gauck. Eine übersicht über sämtliche Jubiläumsveranstaltungen finden Sie im Internet unter http://www.dbsv.org/dbsv/aktuelles/jubilaeum-2012/

Weitersehen 2012 Das DBSV-Jahrbuch "Weitersehen 2012" widmet sich der Geschichte des 100-jährigen Verbandes. Bestellungen bei allen Landesvereinen des DBSV, für das Saarland: Tel. 0681 81 81 81.

Packungsbeilage

Berlin, 20.07.2012- Pressemitteilung des DBSV

Auch blinde und sehbehinderte Menschen haben das Recht, die Packungsbeilagen von Arzneimitteln zu lesen. Seit zwei Jahren gibt es eine Internet-Plattform, mit der die Pharmaunternehmen diese Gebrauchsinformationen barrierefrei zur Verfügung stellen können. Das Problem: Sie tun es nicht.

Am 18.06.2010 präsentierten der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) und die Rote Liste Service GmbH gemeinsam das Projekt PatientenInfo-Service (www.patienteninfo-service.de). Die Internet-Plattform stellt Arzneimittelinformationen in vier Formaten zur Verfügung, beispielsweise im Großdruck oder als Hörbuch.

Die Pharmaunternehmen können damit einer gesetzlichen Pflicht nachkommen. Sie sind seit sieben Jahren dazu verpflichtet, daß „die Packungsbeilage auf Ersuchen von Patientenorganisationen bei Arzneimitteln, die zur Anwendung bei Menschen bestimmt sind, in Formaten verfügbar ist, die für blinde und sehbehinderte Personen geeignet sind“ (§11 AMG Abs. 3c).

Zu den Unternehmen, die den Service nutzen, gehören Dr. Falk Pharma, Janssen-Cilag, Novartis, Pfizer und Roche, die jeweils einen hohen Prozentsatz ihrer Gebrauchsinformationen barrierefrei eingestellt haben. Insgesamt beteiligt sich aber nur ein Bruchteil der Hersteller, nämlich gerade mal 20 von 350 in Deutschland ansässigen Unternehmen. DBSV-Präsidentin Renate Reymann fordert deshalb, daß der Gesetzgeber den Druck erhöht: „Wir drängen seit dem Jahr 2005 darauf, daß den Pharmaunternehmen im Arzneimittelgesetz eine Frist gesetzt wird – schließlich können Informationen auf Beipackzetteln lebenswichtig sein!“

Im Rahmen der Beratungen zur letzten Novelle des Arzneimittelgesetzes hat der DBSV als Stichtag für die Umsetzung den 31.12.2014 vorgeschlagen. Der Forderung nach Setzung einer Frist wurde jedoch erneut nicht entsprochen.

Zur Blindheitshilfe

Diese Landes- Blindheitshilfe beträgt unverändert 438 EUR monatlich für Erwachsene. Im Saar-Koalitionsvertrag zwischen CDU und SPD ist festgelegt, daß die Blindheitshilfe in der bisherigen Form erhalten bleibt. Aus dem Landtag wird uns bestätigt, daß darunter auch die Höhe dieses Nachteilsausgleichs gemeint ist. Erinnert sei daran, daß das entsprechende Gesetz im Moment bis 2020 befristet ist. Die Blindheitshilfe wird einkommens- und vermögensunabhängig an vom Landesamt für Soziales anerkannte blinde Menschen gewährt. Das ergänzende "Blindengeld" nach § 72 SGB XII allerdings ist eine Leistung der Sozialhilfe und daher einkommens- und vermögensabhängig.

Die Blindheitshilfe wird gekürzt, wenn jemand daneben Pflegegeld als Leistung der Pflegeversicherung bekommt. Zum Beispiel bei Pflegestufe 1 beläuft sich der Kürzungsbetrag auf rund 141 EUR monatlich.

Tag des Sonnenschutzes

Ganz gleich, ob man den Sommer am Meer oder in den Bergen genießt: Eine Sonnenbrille, die die Augen zuverlässig vor UV-Strahlung schützt, gehört mit ins Gepäck. Dr. med. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands erläutert zum Tag des Sonnenschutzes am 21. Juni, was eine gute Sonnenbrille ausmacht.

Zu viel Sonnenlicht kann die Hornhaut und auch die Netzhaut schädigen. Ein "Sonnenbrand" der Hornhaut - das ist der transparente Teil der vorderen Augenhaut, quasi die "Windschutzscheibe des Auges" - kann sehr schmerzhaft sein. "In schweren Fällen kann sogar die äußerste Schicht der Hornhaut zerstört werden", erklärt Dr. Eckert, "dann liegen die darunterliegenden Nervenenden frei". Es fühlt sich an, als seien Fremdkörper auf der Augenoberfläche, das Auge tränt und ist extrem lichtempfindlich. Vor allem in den Bergen ist zum Schutz vor dem "Verblitzen" ein zuverlässiger UV-Schutz sinnvoll, denn pro 1000 Höhenmeter nimmt die Strahlung in der dünner werdenden Atmosphäre um 20 Prozent zu. Reflektieren Eis und Schnee das Licht, steigt das Risiko noch zusätzlich. Neben der Hornhaut ist auch die Netzhaut - die Schicht mit lichtempfindlichen Zellen im Augeninneren - gefährdet. Wer zu lange in die Sonne schaut, riskiert direkt bleibende Schäden an der Netzhaut. Aber auch die langfristige Einwirkung des Sonnenlichts kann das Risiko steigern, beispielsweise eine Altersabhängige Makuladegeneration zu erleiden. Eine Sonnenbrille schützt vor den kurz- und langfristigen Schäden.

Auf den UV-Schutz achten Beim Kauf der Sonnenbrille sollte man nachfragen, ob der UV-Schutz gewährleistet ist. Medizinisch sinnvoll ist eine Brille, die alle Wellenlängen unterhalb von 400nm blockiert. Eine CE-Kennzeichnung und die Aufschrift EN 1836:1997 zeugen davon, daß die Brille grundlegenden europäischen Anforderungen genügt. Die Tönung des Brillenglases sagt nichts über den UV-Schutz aus. "Gefährlich sind dunkle Brillen mit unzureichendem UV-Schutz", macht Dr. Eckert klar: "Sie sorgen dafür, daß sich die Pupille weitet, so daß dann besonders viel Strahlung die Netzhaut erreicht."

Das richtige Design Das Design der Sonnenbrille trägt viel zur Schutzfunktion bei, erläutert Dr. Eckert: "Die Sonnenbrille sollte Schutz vor von oben und seitlich einfallenden Lichtstrahlen bieten." Die Brille sollte deshalb idealerweise oben recht dicht am Kopf anliegen; an den Seiten können gebogene Brillengläser oder breite Bügel für zusätzlichen Schutz sorgen.

Weitere Informationen zum Tag des Sonnenschutzes gibts im Internet unter www.sonnenschutz-sonnklar.info
(Mitgeteilt vom Bayer. Blinden- und Sehbehindertenbund)

KOALITIONSVERTRAG IM SAARLAND

In jüngster Zeit, zu verschiedenen Anlässen, hatten wir - der BSV Saar - Anforderungen an die Behindertenpolitik im Saarland gestellt. Eine ganze Reihe unserer Vorschläge sind in Aussagen des Koalitionsvertrages enthalten. Hier wesentliche Punkte daraus:

Das Landesblindengeld wird in der bisherigen Form beibehalten

Gesundheit::
- mittelfristig barrierefreier zugang zu allen Gesundheitseinrichtungen
- bessere Versorgung behinderter und Demenzkranker in Krankenhäusern
- bedarfsgerechte Rehamaßnahmen
- besseres Überleitungsmanagement für patienten nach Krankenhausaufenthalt
- vorübergehende krankenpflegerische Leistungen nach Klinikaufenthalt, eventuell Gesetzesinitiative im Bundesrat

Pflegestützpunkte:
- Ausbau zu regionalen Kompetenzzentren für Ältere, umfassende auch technische Beratung, Koordinierungsstelle, Verknüpfung mit Arbeit der Ehrenamtler

Inklusion:
- Inklusion verwirklichen, Sonderbetreuungsformen erhalten zur Wahrung der Wahlfreiheit der Eltern (zum Beispiel Regelschule oder Förderschule)
- Aktionsplan des Landes zur Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen (UN-BRK) mit konkreten Maßnahmen und Zeitplan
- Bei allen Gesetzesvorhaben besondere Prüfung der Auswirkungen auf behinderte Menschen
- Weitere Datensammlung zur Lage der Behinderten zusätzlich zum Landesbehindertenplan
- Landesbeauftragte (zum Beispiel der Behindertenbeauftragte) sollen vomLandtag gewählt werden
- Die Medien müssen für alle behinderten Menschen zugänglicher werden, insbesondere rundfunk und Fernsehen; Appell an den Saarländischen Rundfunk und die anderen Rundfunkanstalten zur Schaffung von mehr arrierefreien Angeboten in Zusammenarbeit mit den Selbsthilfeverbänden
- Internetkompetenz: Fortführung des Programms "Onlinerland Saarland"

Arbeit für Behinderte:
- Die Arbeitsagentur ist vorrangig zuständig, das Land nur subsidiär, das Teilhabeprogramm wird fortgeführt, ebenso die Förderung des Übergangs von der Behindertenwerkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt, ein rogramm für Langzeitarbeitslose wird entwickelt
- Ausgleichsabgabe (wird von Betrieben gezahlt, die die Beschäftigungspflichtquote nicht erfüllen): Überprüfung der Höhe, eventuell Gesetzesinitiative im Bundesrat

Senioren:
- Programm "Gesund alt werden im Saarland" , zu entwickeln im Benehmen mit Sozial- und Wohlfahrtsverbänden
- Bedarf an sozialer Infrastruktur überprüfen in Zusammenarbeit mit den Kommunen und Kreisen

Soweit sozialpolitische Kernaussagen aus dem Koalitionsvertrag. Mit den Fraktionen und der Landesregierung wird einiges zu besprechen sein, manches zu klären, vieles zu vertiefen. Packen wirs an, und wir sind dankbar für euere Kommentare und Anregungen.

E-Mail: hans.schaaf@bsvsaar.de

LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 1

Sehr geehrte Damen und Herren,
aus Anlass der Landtagswahl 2009 hatten wir Ihnen "Wahlprüfsteine" unterbreitet.
Sie sind seinerzeit auf uns zugegangen , es gab von Ihnen schriftliche Darlegungen und eine Reihe von Gesprächen in unserem Zentrum für Blinde und Sehbehinderte in Saarbrücken-Eschberg. Weitere Kontakte ergaben sich insbesondere in 2010. Hermann Scharf hatte uns besucht mit dem Landtagsausschuss für Soziales, Anlass waren die Beratungen über die Blindheitshilfe. Der Landtag hat dann einstimmig der Verlängerung der bisherigen Regelung bis 2020 zugestimmt.

In die Beratungen über einen Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention haben wir unsere "Anforderungen" eingebracht.
Weil die letzte Landtagswahl erst 2 1/2 Jahre zurückliegt und die jetzige Vorwahlzeit kurz ist, möchten wir Sie diesmal von Wahlprüfsteinen "verschonen".

Doch sind zwei Anliegen für uns von besonderer bedeutung und wir bitten Sie um Stellungnahme dazu.

1. Mobiler Sozial- und Rehadienst für Blinde und Sehbehinderte im Saarland
Es besteht ein akuter Bedarf an praktischer Unterstützung und Unterweisung vor Ort, im häuslichen Bereich, im Hinblick auf notwendige weitere Hilfen. Unsere Möglichkeiten als Ehrenamtler sind begrenzt, wir sind selbst in der Mobilität eingeschränkt, brauchen für jeden Besuch fremde Hilfe.
Deshalb ist ein professioneller spezialisierter Dienst erforderlich. Ohne staatliche Hilfe ist ein mobiler Rehadienst nicht machbar.
Werden Sie sich dafür verwenden?

2. Blindheitshilfe
Die aktuelle Gesetzeslage ist bekannt. Gesetze können aber verändert werden durch neue Gesetze.
Stehen Sie zur Regelung der Blindheitshilfe, so wie diese in 2010 getroffen wurde?
Unser Dachverband, der Deutsche Blinden- und sehbehindertenverband e.V. (DBSV) hat die Forderung nach einer bundeseinheitlichen Regelung der Blindheitshilfe gestellt und die Landesregierungen zum Handeln aufgefordert.
Die jetzige Situation, mit 16 sehr unterschiedlichen Landesregelungen, ist unerträglich.
Werden Sie sich für eine bundeseinheitliche Regelung verwenden?

Zu Gesprächen mit Ihnen sind wir gerne bereit, im Landtag oder noch besser im Zentrum für Blinde und Sehbehinderte.

Mit freundlichen Grüßen

Christa Maria Rupp
(Vorsitzende)
Tel. 0681 81 81 81
Hans Schaaf
(Stv. vorsitzender)

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LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 2 SPD-Fraktion

Zu unseren - verkürzten - Wahlprüfsteinen hat die SPD-Fraktion im Landtag Stellung bezogen. Die behindertenpolitische Sprecherin, Gisela Kolb, hat bei einem Gespräch im Zentrum für Blinde und Sehbehinderte in Saarbrücken sinngemäß ausgeführt:

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LANDTAGSWAHL SAARLAND 2012 Teil 3 LINKSFRAKTION

Zu einer Aussprache über unsere "Wahlfragen" war die behindertenpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Gisela Kolb, ins Zentrum für Blinde und sehbehinderte gekommen (Siehe Landtagswahl 2).
Nun hat der behindertenpolitische Sprecher der LINKSFRAKTION, Ralf Georgi, Stellung bezogen

12.03.12

Sehr geehrter Herr Schaaf,
ich bedanke mich für unser vor einigen Tagen geführtes Telefonat, in dem wir uns über die Position unserer Partei und unserer Fraktion zum Blindengeld und zu ambulanten Hilfen unterhalten haben und teile Ihnen diesbezüglich gerne mit:

Für heute übersende ich Ihnen die besten Wünsche aus dem Landtag und verbleibe
Mit freundlichen Grüßen

Ralf Georgi, MdL

Kategorie Aktuelles, 18.01.2012: FESTIVAL DER BEGEGNUNG - BERLINFAHRT

Vor 100 Jahren wurde der Reichsdeutsche Blindenverband gegründet. Ein würdiger Anlass für das nach dem Erfinder der Blindenschrift genannten "Louis Braille Festival der Begegnung" in Berlin. Der BSV Saar nimmt offiziell daran teil und wir wollen die Gelegenheit nutzen zum Kennenlernen der Bundeshauptstadt.

Die Reise findet statt von Dienstag, 29. Mai bis Montag 4. Juni 2012. Wir fahren mit einem modern ausgestatteten Fernreisebus der Firma Horst Becker Touristik aus Spiesen-Elversberg. In Berlin wohnen wir im 4-Sterne-Hotel Abacus-Tierpark im Stadtteil Lichtenberg. Der Ostberliner Tierpark ist benachbart, in der Nähe gibt es eine U-Bahnstation, bis zum Alexanderplatz dauert die Fahrt etwa 15 Minuten. Die programmgemässen Fahrten in Berlin führen wir mit unserem Bus durch.

Das genaue Programm wird noch erstellt. Wir werden einen Besuchstag im Bundestag haben, die saarländische Bundestagsabgeordnete Elke Ferner (SPD) hat uns dazu eingeladen. Es wird Stadtrundfahrten geben und viel Zeit wird auf dem Festival verbracht. Selbstverständlich besteht Spielraum zur freien Erkundung Berlins...

Was kostet die Reise? Da wir als BSV Saar als "amtliche Delegation" am Festival teilnehmen, übernehmen wir einen Teil der Fahrtkosten, die Buchungsgebühren bei der Busfirma sowie die Kosten für die Stadtführungen. Daraus ergeben sich folgende Preise, auf der Grundlage von 35 Teilnehmern berechnet:

359 EUR pro Person im Doppelzimmer.

Sollten wir mindestens 40 Teilnehmer sein (wie bei der Voranmeldung), würde der Reisepreis 335 EUR betragen.
Für ein Einzelzimmer ist ein Zuschlag von 106 EUR zu zahlen.
Reiseschutzkosten (Rücktrittsversicherung) kommen ebenfalls dazu, zirka 15 EUR pro Person.

Im Reisepreis enthalten sind:

Für diese Reise muß jeder für Begleitung selbst sorgen. Der Verein zahlt auch keine weiteren Kosten einer Begleitperson, ist aber bei der Suche nach Begleitung behilflich.

Nach den jetzigen Planungen wird die Abfahrtsroute im Saarland von Spiesen über das Sulzbachtal nach Saarbrücken verlaufen, dort sollte um 7 Uhr abgefahren werden. Ob weitere Punkte angefahren werden können, eventuell Abfahrt ab Neunkirchen und Haltepunkte auf der Strecke Saarbrücken-Homburg, ist noch festzulegen.

So, das sind nun alle derzeit bekannten Einzelheiten. Auch von denjenigen, die sich bei der unverbindlichen Ausschreibung zur Teilnahme gemeldet hatten, brauchen wir jetzt die förmliche verbindliche Anmeldung. Es waren aber noch einige Plätze frei, man kann sich also noch neu entscheiden.

Infos und Anmeldung bei Christa Maria Rupp Tel. 0681 81 81 81.

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Kategorie Presseinfo 1: BLINDENVEREIN FORDERT LANDESKOMPETENZZENTRUM INKLUSION UND BARRIEREFREIHEIT

Saarbrücken, 24. Juli 2011



Weitere Presseinfos


Kategorie Presseinfo 2: Zum AKTIONSPLAN DES SAARLANDES ZUR UMSETZUNG DER UN - BEHINDERTENRECHTSKONVENTION (BRK)

BLINDEN- UND SEHBEHINDERTENVEREIN FÜR DAS SAARLAND e.V. (BSV Saar)

Saarbrücken, im Juni 2011

Sehr geehrte Damen und Herren,
wir nehmen die Vorbereitungen des Aktionsplanes zum Anlass, unsere Positionen darzustellen.

Bei unseren Forderungen und Vorschlägen geht es auch um die Verwirklichung früherer gesetzlicher Bestimmungen (z.B. Gleichstellungsgesetze, AGG, EU-Richtlinien).

Zum Handeln verpflichtet und aufgefordert sind, je nach Anliegen,

Diese unsere "Anforderungen an einen Aktionsplan" erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

SCHULE UND BILDUNG

• Die Richtung ist allgemein festgeschrieben: Die Schule "alle eingeschlossen".
Wir wissen jedoch, daß es für die sinnesgeschädigten blinden und sehbehinderten Kinder und junge Menschen ganz spezifische pädagogische Anforderungen gibt, die nicht so ohne Weiteres an jeder Schule verwirklicht werden können.
Wir gehen davon aus, daß noch für einige Zeit die Frühförderstätte und die Förderschule für Blinde und hochgradig Sehbehinderte ihre Berechtigung haben. Dies jedenfalls bis zum Abschluss der Grundschule.

• Wird entsprechend dem individuellen Elternwillen die Inklusion umgesetzt, so darf es keine Abstriche bei den Integrationsmassnahmen geben.
Erforderliche Hilfsmittel sind kostenfrei bereit zu stellen; wegen der Kostenträgerschaft darf es keine Probleme mehr geben.

AUSBILDUNG UND ARBEIT

• Die Arbeitssituation Schwerbehinderter hat sich verschlechtert. Bundesweit gibt es z.B. 25.000 arbeitsfähige sehgeschädigte Menschen ohne Beschäftigung.
Bei der Neu-Einstellung Schwerbehinderter ist der öffentliche Sektor kein Vorbild, auch nicht das Saarland.
Die Zuweisungen zur Ausbildung an die Berufsbildungswerke sind erschwert worden. Es gibt zu oft Zuständigkeitsprobleme bei den Trägern. Die Arbeitsagenturen haben ihre Beratungs- und Vermittlungsdienste ausgedünnt.
Wir fordern dringende Abhilfe:

GESUNDHEIT

• Rechtsanspruch (Pflichtleistung der Kassen) auf Anschluss-Rehamassnahmen bzw. Folge-Rehamassnahmen nach Erblindung bzw. Sehminderung

• Sehhilfen-Versorgung:

• In Deutschland erblinden jährlich 8.000 Menschen an Diabetes. Wir brauchen ausreichend barrierefreie Medizin-Produkte für Sehgeschädigte zur Messung der Blutzuckerwerte und der Insulinzufuhr. Wo es Versorgungslücken gibt, müssen die Krankenkassen zur dauernden häuslichen Krankenpflege verpflichtet werden.

• Medikamenten-Behandlung der AMD (Altersabhängige Makula-Degeneration):
Die Behandlung mit dem vom Arzt im Benehmen mit dem Patienten verordneten Medikament muss Pflichtleistung der Krankenkassen werden.
Und einheitlich verläßlich geregelt werden.

• PKV Standardtarif:
Eine Reihe von Beamten (auch Pensionäre) sind in diesem Tarif versichert, weil sie von der "normalen" PKV wegen ihrer Behinderungen abgelehnt wurden. Dieser Standardtarif ist zwar beihilfekonform, jedoch diskriminierend in einer Reihe von Punkten. Zum Beispiel bei der Versorgung mit Hilfsmitteln und bei Kuren.
Solange es keine Bürgerversicherung gibt, muss der Standardtarif diskriminierungsfrei gestaltet werden, Benachteiligungen im Vergleich zur GKV beseitigt werden

• Die Praxis der Kassen bei der Bewilligung geriatrischer Kuren bei Blinden und hochgradig Sehbehinderten lässt stark zu wünschen übrig.
Die Rechtsgrundlagen für Rehamaßnahmen für Ältere behinderte Personen sind zu verbessern.

• Assistenz in Krankenhäusern für Sehgeschädigte (und andere Schwerstbehinderte):
Auch im Saarland gibt es Handlungsbedarf, kranke Menschen bedürfen der Pflege und Betreuung.

• Taubblinde:
Wir fordern im Schwerbehindertenrecht die Schaffung eines eigenen Merkmals "Tbl".

KULTUR UND INFORMATIONSZUGANG

• Wir prangern die "Büchernot" sehgeschädigter Menschen an. Es besteht eine beträchtliche Unterversorgung:
In 2010 wurden in Deutschland 93.000 Bücher neu aufgelegt; nur 2.500 wurden für Blinde erschlossen, akustisch oder in Blindenschrift.
Das Saarland hat in den vergangenen Jahren seinen Beitrag für die WBH - Westdeutsche Blinden-Hörbücherei -, der wir angehören, beträchtlich erhöht. Dies wissen wir zu schätzen. Es bleibt aber auch hier vieles zu tun:

• Hinkommen - Reinkommen - Klarkommen:
Wir erwarten, daß Kultureinrichtungen (wie Museen, Theater, Monumente...) und Tourismus-Anbieter von sich aus auf Sehgeschädigte mit besonderen Teilhabe-Angeboten zukommen.

• Hörfilme im Fernsehen: Auch wenn Fortschritte gemacht wurden, gibt es noch viel zu wenige Filme mit Audio-Beschreibung. Der Saarländische Rundfunk könnte hier neue Initiativen ergreifen.

• Wir erwarten auch vom SR, daß geschriebene Untertitelungen in laufenden Informationssendungen hörbar gemacht werden.

• Lesbare Schriften:

• Hör-Tageszeitung:

Es gibt Tageszeitungen in Deutschland, die von sehgeschädigten Abonnenten (gegen Zahlung) am Telefon gehört werden können, die Technik macht es möglich.
Unser Wunsch an die Saarbrücker Zeitung, im Jahr 250 ihres Bestehens:
Macht uns die SZ tagesaktuell hörbar!

UMWELT UMFELD VERKEHR

• "Barrierefrei, aber sicher" ist unser Prinzip, wenn es um die Verbesserung der Mobilität im öffentlichen Raum geht. Deshalb

• Wir fordern die rasche Umsetzung der Kontraste-DIN

• Bank-Automaten sind barrierefrei auszustatten:

• Hindernisfreies Aufsuchen öffentlich zugänglicher Gebäude

• Das weitverbreitete Autoparken auf Gehsteigen zwingt zum Gehen auf Straßen:

• Ärgernis Autoparken Nichtbefugter auf Parkplätzen für Schwerbehinderte:

• Bauschilder, oft in Gehsteige ragend, bisweilen zu niedrig angebracht:

• Ziehen von Nummern beim Anstellen, in Bahnhöfen, Ämter, Läden, Kliniken...:

• Neu-Auflage eines Landesprogramms "Barrierefrei zu Hause leben" für Ältere und behinderte Menschen entsprechend dem erfolgreichen Vorgängermodell der Landesregierung

NAHVERKEHR

• Sehgeschädigte klagen über häufigere Unfälle im Nahverkehr an Haltepunkten und Bahnhöfen:

• Bahnhöfe:

• Fahrplanbücher sind oft zu klein gedruckt.
Es muss lesbare oder hörbare Alternativen für Sehgeschädigte geben

• Saar-Lor-Lux:

NACHTEILSAUSGLEICH

• Blindheitshilfe:
Daß die Blindheitshilfe der Höhe nach in jedem Bundesland anders ausgestaltet ist, ist ein unhaltbarer Zustand. Man stelle sich vor, es gäbe 16 verschiedene Kindergeld-Regelungen. So aber ist es mit der Blindheitshilfe. Durch Initiative des DBSV ist die Problematik bei der Bundesregierung und den Landesregierungen bekannt.
Wir erwarten vom Saarland eine Bundesinitiative zur Schaffung einer einheitlichen Bundesregelung.

• Sehbehindertengeld:
Hochgradig Sehbehinderte sind Menschen mit einem Visus von 2 bis 5 Prozent, knapp oberhalb des Blindheitsbegriffs, und viele von ihnen sind von Blindheit bedroht. Wir erfahren täglich, wie schwierig ihre Situation im Alltag ist, nicht anders als bei blinden Menschen. Wir wissen auch , wie schwierig es ist, die Sehschärfe im Grenzbereich verläßlich festzustellen.
Wir fordern deshalb die Wiedereinführung eines angemessenen Sehbehinderten-Nachteilsausgleiches, um wenigstens teilweise behindertenbedingte Mehraufwendungen auszugleichen.

REHA- UND SOZIALBERATUNG UND -BETREUUNG

Wir sind ehrenamtlich tätig. Eine Hauptamtskraft konnten wir uns bisher nicht leisten. Unsere sehgeschädigten Menschen leben meist in komplexen Situationen und die Sozialberatung und -betreuung nimmt immer mehr zu und erfasst alle denkbaren Lebensbereiche. Die Grenzen des Zumutbaren für Ehrenamtler sind überschritten. Ehrenamt sollte eine Ergänzung zum Hauptamt sein, nicht es ersetzen. Zumal wir selbst auf Hilfspersonen angewiesen sind, zum Beispiel um Hausbesuche zu machen oder umfangreiches Schriftgut rasch zu erfassen oder Recherchen vorzunehmen.

Wir arbeiten gern mit bestehenden Hilfe-Einrichtungen zusammen (Pflegestützpunkte, Behindertenberatungen der Kreise...).
Und doch: Die spezifischen Anliegen blinder und sehbehinderter Menschen erfordern eine fachkompetente umfassende Unterstützung. Kurzum:

Mit freundlichen Grüßen

Christa Maria Rupp
Vorsitzende

Hans Schaaf
Stv. Vorsitzender

Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e.V.
Küstriner Straße 6
66121 Saarbrücken

Tel 0681 81 81 81



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Kategorie Termininfo: Tag der offenen Tür am 07. November 2011

Ort: Zentrum für Blinde und Sehbehinderte, Küstrinerstr. 6, Saarbrücken, von 10 - 18 Uhr

Wie geht das eigentlich, wenn die Brille nicht mehr reicht?

Haben Sie sich schon manches Mal darüber gewundert, daß Menschen Sie darum gebeten haben, einen Text, eine Busnummer oder die Preise im Supermarkt vorzulesen?

Nicht nur Ältere Menschen können wegen unterschiedlicher Augenerkrankungen von Sehbehinderung oder gar Blindheit - und damit von einem schweren Schicksalsschlag - getroffen werden.
Welche Möglichkeiten gibt es, den Alltag trotzdem zu bewältigen?

• Lassen Sie sich ein, wenn wir einen Braillesalat zubereiten.

• Lassen Sie sich ein, wenn wir mit Ihnen "Tischlein deck dich" spielen.

• Machen Sie mit bei einem Geschicklichkeitsspiel, bei dem Teamgeist gefragt ist.

• Möchten Sie erleben, wie "E-Mail für dich" blind geschrieben wird?

• Die eine oder andere Überraschung lässt sich auch "mit Brille"erleben.

Sie werden erfahren, daß Sie blinde und sehbehinderte Menschen nach dem Besuch unseres Hauses "mit anderen Augen" wahrnehmen.

Christa Maria Rupp
Tel.: (06 81) 81 81 81
e-mail: info@bsvsaar.org

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Blinden- und Sehbehindertenverein für das Saarland e.V.
Küstriner Str. 6 · 66121 Saarbrücken

Tel.: 0681 818181 · InfoTel: 0681 815126 · E-Mail: info@bsvsaar.org